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Infektiöse Endokarditis

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Die Infektion des Endokards (Herzinnen- haut) schließt typischerweise eine der Herzklappen ein, obwohl eine Wand-
Endokardiose auftreten kann.
Man nimmt an, dass eine endotheli- ale Beschädigung (der innersten Wandschicht) vorliegen muss, damit sich eine infektiöse Endokarditis entwickeln kann.
Wenn das Endothelium stellenweise abgetragen ist und das darunterliegende Kollagen freiliegt, haften Blutplättchen an und produzieren einen Thrombus (Blutgerinnsel).

E-Coli-Bakterien

Durch das Blut √ľbertragene Bakterien k√∂nnen in dieses thrombische Gitter verstrickt werden, was zu einer lokalen Infektion ergibt, die zu einer zunehmenden Zerst√∂rung der Klappe und Klappeninsuffizienz f√ľhrt.
Bei Hunden, Pferden und Katzen sind die Aortenklappen und die Mitralklappen am häufigsten betroffen.
Die Trikuspidklappe ist selten betroffen und die infektiöse Endokarditis der Lungenklappe ist außerordentlich selten.
Im Gegensatz dazu ist die Trikuspidklappe am meisten betroffen beim Vieh.
Infektiöse Endokarditis ist selten bei Katzen und es gibt keine Rasseprädispositionen.
Bei Hunden sind Hunde von mittlerem Alter und großer Rassen prädisponiert; <10% der Hunde mit diagnostizierter infektiöser Endokarditis wiegen <15 kg.
Die meisten betroffenen Hunde sind >4 Jahre alt und m√§nnliche Tiere sind h√§ufiger betroffen als weibliche.
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Bakterien, die von der infizierten Aorten- oder Mitralklappe freigesetzt werden, gelangen in den Blutkreislauf und k√∂nnen andere Organe besiedeln; deshalb kann infekti√∂se Endokarditis ein weites Spektrum klinischer Anzeichen hervorrufen, einschlie√ülich prim√§rer kardiovaskul√§rer (das Herz- und Gef√§√üsystem betreffende) Effekte oder Anzeichen bez√ľglich des Nervensystems, des Magen-Darm-Traktes, des urogenitalen (die Harn- und Geschlechtsorgane betreffend) Systems oder Verbindungen davon.
Ein chronisches, periodisches (regelm√§√üig wiederkehrendes) Fieber liegt √ľblicherweise vor.
Wechselnde Fußlahmheit kann berichtet werden, und Gewichtsverlust und Lethargie (Antriebs- und Teilnahmslosigkeit) liegen in fast allen Fällen vor.
Wenn eine rechtsseitige Klappe betroffen ist (Trikuspidklappe, Lungenklappe), können Bauchwassersucht und Halsvenenpuls vorliegen.
Bei betoffenem Vieh kann Mastitis und verringerte Milchproduktion festgestellt werden.
Hämaturie (Ausscheidung von roten Blutkörperchen im Urin) und Pyurie (Eiterharn) können ebefalls festgestellt werden.
Ein Herzgeräusch liegt in den meisten Fällen vor; der exakte Typ hängt von der betroffenen Klappe ab.
Wenn die Aortenklappe betroffen ist, liegt ein geringgradiges diastolisches (die Erschlaffung des Herzens betreffendes) Herzger√§usch vor mit einer maximalen Intensit√§t √ľber der linken Herzbasis.
Ein systolisches (die Kontraktion des Herzens betreffendes) Herzgeräusch, verursacht bei zunehmendem Herzschlagvolumen, kann ebenfalls festgestellt werden.
In diesem Fall wird der arteriale Puls begrenzt durch einen diastolischen Ablauf und zunehmendes Herzschlagvolumen.
Mitralklappenendokarditis f√ľhrt zu einem Herzger√§usch √§hnlich dem das durch degenerative Klappenerkrankungen hervorgerufen wird — ein leicht- bis hochgradiges systolisches Herzger√§usch (die Intensit√§t h√§ngt vom Grad der mitralen Insuffizienz ab), das am besten √ľber der linken Herzspitze geh√∂rt wird.
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Die am häufigsten aus betroffenen Kleintieren isolierten Bakterien umschließen Streptokokken , Staphylokokken, Klebsiella spp und Escherichia coli.
Andere Bakterienspezies und Pilze können involviert sein.
Beim Menschen hatten 60-80% oder Patienten mit infekti√∂ser Endokarditis eine pr√§disponierende Herzl√§sion (eine Krankheit beg√ľnstigende Herzbesch√§digung), welche die Bakterienanhaftung erleichterte.
Bei Hunden scheint sich die Infektion jedoch √ľblicherweise bei Patienten ohne Hinweis auf Klappenabnormalit√§ten zu entwickeln.
Streptokokken und Actinobacillus spp werden am häufigsten bei Pferden isoliert und Arcanobacterium (Actinomyces) pyogenes wird am häufigsten von Vieh kultiviert.
Ein großes Blutblid zeigt of neutrophile Leukozytose (Erhöhung der Anzahl der weißen Blutkörperchen).
Eine aktive Infektion kann in Verbindung gebracht werden mit der Anwesenheit von stabkernigen neutrophilen Ganulozyten und eine chronische Infektion mit einer Monozytose (Anstieg einer bestimmten Fraktion weißer Blutkörperchen) in 90% der Fälle in einer Serie.
H√§ufig f√ľhrt die chronische Erkrankung zur An√§mie (Blutarmut).
Serumanalyseabnormalitäten spiegeln die sekundäre Organeinbeziehung zu infektiösen Emboli und können den Anstieg von Leberenzymen, Blutharnstoffstickstoff und Kreatinin einschließen.
Bei Patienten die Immunkomplex-Glomerulonephritis entwickeln, kann sich ein signifikanter Harnproteinverlust und Hypoalbuminämie entwickeln.
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In betroffenen Tieren sollten Blutkulturen mit Empfindlichkeit erhalten werden.
Vorzugsweise sollten 2 oder 3 Blutproben, jede mit 1-2 Stunden Abstand in einer 24-Stunden Periode aufgezeichnet werden.
Eine präzise aseptische Technik ist erforderlich.
Röntgenbilder zeigen eine Vergrößerung der Herzkammern, abhängig vom Ort und Grad der Insuffizienz der betroffenen Klappe.
Wenn die Aorten- oder Mitralklappe betroffen ist, wird es eine Vergrößerung des linken Atriums und Ventrikels geben.
Der Nachweis von linksseitigem Versagen kann gelingen wenn ein Anstieg interstitieller (im Zwischengewebe liegender) Dichte oder, bei schwerwiegendem Chronischen Herzversagen, ein alveoläres (auf die Lungenbläschen bezogenes) Muster im Lungenparenchym (Lungengewebe) sichtbar ist.
Wenn die Trikuspidklappe oder die Lungenklappe betroffen ist, ist eine rechtsseitige Erweiterung der Herzkammern zu erwarten.
Die Echokardiografie ist das Diagnosemittel der Wahl, da Blutkulturen nur bei 50-90% der Hunden positiv sind.
Die betroffene Klappe kann einfach entdeckt werden — das betroffene Gebiet ist echoreich (hell) und verdickt.
Die Doppler Echokardiografie wird die Insuffizienz der Klappe bestätigen und eine Vergrößerung der Kammern auf der Seite der betroffenen Klappe wird erwartet, wenn signifikante Insuffizienz vorliegt.
Das EKG kann atriale und ventrikuläre Extrasystolen (zusätzliche Herzschläge im Vorhof und in der Herzkammer) zeigen.
Selten findet man andere Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern oder Leitungsstörungen. Die Höhe der R-Wellen kann erhöht sein (hinweisend auf Erweiterung der linken Herzkammer) und die Weite der P-Welle verringert (hinweisend auf Erweiterung des linken Atriums).
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Die Therapie richtet sich darauf auf, die klinischen Anzeichen des Chronischen Herzversagens zu kontrollieren, alle signifikanten Herzrhythmusstörungen aufzulösen, die Läsion keimfrei zu machen und die Ausbreitung der Infektion zu verhindern.
Das Herzversagen kann extrem und hartnäckig sein, wenn die Aortenklappe signifikant betroffen ist; die Prognose ist in diesen Fällen besorgniserregend.
‘Die Prognose ist erheblich besser wenn die Infektion mild und auf eine der AV-Klappen begrenzt ist. Die Kontrolle des Herzversagens ben√∂tigt die Gabe von Diuretika (harntreibende Medikamente) wie Furosemid, ACE-Hemmer und, wo Herzmuskelversagen oder supraventrikulare Herzrhythmusst√∂rungen vorliegen, die Gabe von Digoxin.
Anf√§nglich sind parenterale (nicht √ľber den Darm aufgenommene) Antibiotika f√ľr 1-2 Wochen angezeigt (was √§u√üerst kostspielig sein kann), gefolgt von oralen Antibiotika f√ľr 6-8 Wochen. Anf√§nglich sollten Breitbandantibiotika (Ampicillin und Gentamicin oder Cephalothin und Gentamicin) benutzt werden und, falls n√∂tig, basierend auf ein Antibiogramm ge√§ndert werden.
Die Nierenfunktion sollte bei einer Gentamicintherapie √ľberwacht werden.
Fluoroquinolone wie Enrofloxacin können als Alternative zu Aminoglycosiden in Betracht gezogen werden wenn Nierenversagen auftritt.
Die Prognose bei den meisten Hunden ist schlecht.
Diejenigen, welche auf die Therapie ansprechen werden wahrscheinlich eine Langzeitherzmedikation (z.B. Diuretika, Vasodilatatoren (gefäßerweiternde Medikamente), Digoxin) benötigen und häufige Neueinschätzungen.
Bei Großtieren hat Rifampin (5 mg/kg, oral zweimal täglich verabreicht), zusammen mit einem weiteren Breidbandantibiotikum, gezeigt, die kurzfristigen Aussichten zu verbessern.
Aspirin (100 mg/kg, einmal täglich bei Wiederkäuern und 17 mg/kg jeden zweiten Tag bei Pferden) oder Heparin (30 U/kg, subkutan, zweimal täglich bei Wiederkäuern und Pferden) kann weitere Thromben und vegetatives Wachstum bei Großtieren vermeiden.
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Wenn man den schlechten klinischen Verlauf in Betracht zieht, ist die Pr√§vention lebensnotwendig. Wenn Tiere mit pr√§disponierenden (eine Krankheit beg√ľnstigenden) Herzerkrankungen
(z. B. , subaortische Stenose, PDA (persistierender Ductus arteriosus), VSD (Ventrikulärer Septumdefekt, czyanotische erbliche Herzerkrankungen) Verfahren ausgesetzt werden sollen mit einem Potential, Bakteriämie (Vorkommen von Bakterien im Blut) auszulösen
(z. B. , Zahnsteinentfernung, Zahnziehen), sollte der prophylaktische (vorbeugende) Einsatz eines Breitbandantibiotikums, obwohl umstritten, in Betracht gezogen werden.
(Quelle: http://www.merckvetmanual.com/mvm/index.jsp?cfile=htm%2Fbc%2F11218.htm)
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Weitere Informationen der Tierkardiologie der Ludwig-Maximilians-Universit√§t M√ľnchen
http://www.tierkardiologie.lmu.de/pta/endokarditis.html

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letzte Aktualisierung am 03. April 2013

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