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Informationen fĂŒr (Rasse-)Katzenliebhaber

Sie möchten immer alles ganz genau wissen?
Dann sind diese ausfĂŒhrlichen Antworten auf unsere F.A.Q. genau das richtige fĂŒr Sie!

F.A.Q. (HĂ€ufig gestellte Fragen):

HCM allgemein

Was ist HCM?
Welche Katzen erkranken an HCM? Sind nur Rassekatzen betroffen und wenn ja, welche?
Was sind die Ursachen fĂŒr HCM?
Ist HCM erblich?
Gibt es auch nicht erbliche “HCM”?

Die Krankheit HCM

Was sind die Symptome die auf eine HCM hinweisen können?
Welche Krankheitszeichen ruft eine HCM hervor?
Was sind die Folgen einer HCM?
Wie wird HCM diagnostiziert?
Worin besteht die Therapie einer HCM?
Ist HCM heilbar?

Diagnostizierte HCM

Der Herzultraschall meiner Katze war auffÀllig - was muss ich veranlassen?
Meine Rassekatze ist an HCM erkrankt, welche Schritte sollte ich einleiten, wer kann mir helfen?

PrÀvention von HCM

Wie kann sekundÀre HCM vermieden werden?
Kann ich durch ErnÀhrung sekundÀre HCM vermeiden?
Expertenmeinung zur ErnÀhrung
BewÀhrte Tipps zur ErnÀhrungsumstellung

Ihre Verantwortung als KatzenkÀufer

Wo kann ich gesunde Rassekatzen erhalten?
Gibt es eine Garantie auf gesunde Katzen?
Warum sollte ich bei einem ZĂŒchter kaufen, der auf HCM schallt?
Warum ist es fĂŒr mich - auch in finanzieller Hinsicht - wichtig, nur bei einem ZĂŒchter zu kaufen der auf HCM schallt?

Vermeidung sekundÀrer HCM

Die Frage nach der Vermeidung sekundĂ€rer HCM ist nicht ganz einfach zu beantworten, da es vielfĂ€ltige Ursachen und unterschiedliche Grunderkrankungen fĂŒr die sekundĂ€re HCM gibt.
Zu den Krankheiten, die sekundÀre HCM auslösen, lesen Sie bitte hier.
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Grundvoraussetzung ist eine ausgeglichene, gesunde Katze.
Diese erhĂ€lt man gesund, indem man sie optimal ernĂ€hrt und ihr möglichst wenig Stress zumutet. Optimale, artgerechte ErnĂ€hrung versucht, dem Vorbild der natĂŒrlichen ErnĂ€hrung möglichst nahe zu kommen.
Dies bedeutet: Hochwertiges Nassfutter und Rohfleisch, kein oder nur sehr begrenzt Trockenfutter. Alternativ B.A.R.F., was aber fachlicher Anleitung bedarf.
Durch den Verzicht auf Trockenfutter kann auch der FlĂŒssigkeitsbedarf der Katze sehr gut kontrolliert werden.
Naturnah ernĂ€hrte Katzen decken ihren FlĂŒssigkeitsbedarf nahezu vollstĂ€ndig aus dem (Nass)Futter und Fleisch und trinken nur sehr selten.
Trinkt eine artgerecht ernĂ€hrte Katze plötzlich mehr, ist dies ein Warnzeichen fĂŒr verschiedene Krankheiten wie Niereninsuffizienz oder Diabetes.
Durch die ErnĂ€hrung mit Trockenfutter bzw. Nass/Trockenfutter gemischt beraubt man sich dieses wertvollen FrĂŒhindikators.
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Die notwendige Zahnpflege kann durch moderate ZufĂŒtterung mit Trockenfleisch schonend fĂŒr den Organismus der Katze erfolgen.
Eine regelmĂ€ĂŸige Nierenuntersuchung, u. a. PKD-Schall, insbesondere fĂŒr Ă€ltere Tiere ist angebracht, da Nierenprobleme oft in einer Myokarditis enden.
RegelmĂ€ĂŸige Kontrolle, ob die Katze Parasiten hat. Keine prophylaktische Entwurmung, statt dessen regelmĂ€ĂŸige Kotuntersuchungen veranlassen.
Prophylaxe gegen Flöhe, Zecken u. Ă€. bevorzugt auf Basis Ă€therischer Öle (CDvet).

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Einfluss der ErnÀhrung auf die Vermeidung sekundÀrer HCM

Leider halten sich einige Fehlinformationen ĂŒber die artgerechte ErnĂ€hrung der Katze unter vielen Katzenhaltern, Tierheimen, einigen ZĂŒchtern und sogar TierĂ€rzten sehr hartnĂ€ckig – mit teilweise schwerwiegenden Auswirkungen auf die Gesundheit der Katze.

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Paragraph 2 Tierschutzgesetz verpflichtet Tierhalter nicht nur zur einer artgerechten ErnĂ€hrung, sondern auch, sich die fĂŒr eine angemessene ErnĂ€hrung erforderlichen FĂ€higkeiten und Kenntnisse anzueignen.

Hierzu bedarf es zunĂ€chst grundlegender Kenntnis ĂŒber die ErnĂ€hrungsbedĂŒrfnisse unserer Hauskatzen.

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Alle unsere Haus- und Rassekatzen stammen, abgesehen von modernen HybridzĂŒchtungen wie Bengalen oder Savannah, in allen fĂŒnf gefundenen genetischen Hauptlinien ausschließlich und in direkter Linie von Felis silvestris lybica, der afrikanischen Falbkatze ab.
Diese höchst anpassungsfĂ€higen KleinrĂ€uber sind dadurch gekennzeichnet, dass sie trockene Habitate wie Steppen und Savannen bis hin zu echten WĂŒsten wie der Sahara tolerieren.
Unverkeimtes, genießbares Wasser gibt es in diesen LebensrĂ€umen nur sehr beschrĂ€nkt, so dass sich ihre Bewohner darauf hin spezialisiert haben, ihren FlĂŒssigkeitsbedarf grĂ¶ĂŸtenteils nur ĂŒber die Nahrung in Form von Beutetieren zu decken.
Diese ĂŒber Hunderttausende von Jahren erworbene genetische Disposition steckt auch heute, „nur“ 10.000 Jahre nach der ersten Domestikation der Katze in Mesopotanien, Anatolien und Jordanien fest verwurzelt in unseren Haus- und Rassekatzen.
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Die natĂŒrliche Nahrung von Katzen besteht aus Beutetieren, vorzugsweise KleinsĂ€ugern wie MĂ€usen, aber auch Vögel und Eidechsen werden nicht verschmĂ€ht.
Eine artgerechte ErnĂ€hrung sollte den natĂŒrlichen Nahrungsquellen in der Zusammensetzung so nahe wie möglich kommen.
Betrachtet man MĂ€use, ĂŒblicherweise die Hauptnahrungsquelle, so sind sie in ihrer Trockenmasse zusammengesetzt aus 3 % Kohlenhydraten, 40 % Protein und 50 % Fett (Quelle) und enthalten ca. 65 % -70 % Feuchtigkeit.
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VielfĂ€ltige Studien belegen mittlerweile die negativen Auswirkungen von zu wenig FlĂŒssigkeitsgehalt in der Nahrung von Hauskatzen. Idealerweise sollte das Futter der Katze ca. 70 % Feuchtigkeit, wie in den natĂŒrlichen Beutetieren (MĂ€use, Vögel, Eidechsen...) wildlebender Katzen enthalten.
Trotz der langen Zeit der Domestikation besitzen Katzen immer noch ein sehr gering ausgeprĂ€gtes Durstempfinden, was in ihrer Abstammung von der WĂŒsten bewohnenden afrikanischen Falbkatze begrĂŒndet ist. (Quelle
Im Gegensatz zu Hunden, aber auch zum Menschen, gleichen sie den Mangel an FlĂŒssigkeit in der Nahrung, bedingt durch einen mehr oder weniger großen Trockenfutteranteil, nicht durch vermehrtes Trinken aus. Statt dessen trinken sie immer gleich viel, völlig unbeeindruckt davon, ob sie die entsprechende Menge Trockensubstanz in Verbindung mit Feuchtigkeit, also als Beutetier, Nassfutter oder Rohfleisch oder aber in Form von (anteiligem) Trockenfutter aufgenommen haben. (Quelle)
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Mehrere Studien haben zudem gezeigt, dass selbst bei vermehrtem Trinken Katzen nicht in der Lage sind, den durch Trockenfutter verursachten FlĂŒssigkeitsmangel auszugleichen. (Quelle1, Quelle2)
Dr. Annette Schulz konnte in ihrer Dissertation darlegen, dass selbst bei identischer GesamtflĂŒssigkeitszufuhr bei der FĂŒtterung mit Trockenfutter nur 54 % des aufgenommenen Wassers als Urin ausgeschieden wurden, wĂ€hrend es bei der ErnĂ€hrung mit Feuchtfutter 67 % waren. Als Grund ist die vermehrte Ausscheidung von FlĂŒssigkeit ĂŒber den Darm bei der ErnĂ€hrung mit Trockenfutter anzusehen.
Da die meisten Katzen jedoch aufgrund genetischer Disposition (s. o.) den durch Trockenfutter gestörten FlĂŒssigkeitshaushalt nicht ausgleichen, wie dies in dieser Studie simuliert wurde, verstĂ€rken sich die Effekte durch zu geringe FlĂŒssigkeitszufuhr und vermehrten FlĂŒssigkeitsverlust ĂŒber den Darm zusĂ€tzlich noch.
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Bei ErnÀhrung mit exakt dem gleichen Trockenfutter welches pur, mit weniger und mit mehr Wasser aufgequollen angeboten wurde, konnte in dieser Studie ein direkter Zusammenhang zwischen Wassergehalt im Futter und Urinmenge sowie spezifischem Uringewicht festgestellt werden.

Hieraus ergibt sich eine folgenschwere Kette an Ereignissen:

  • Je geringere Mengen an Urin produziert werden, umso weniger wird der Harntrakt durchgespĂŒlt
  • Je höher das spezifische Gewicht des Urins, umso eher fallen Kristalle aus, die sich zu Harngrieß und -steinen zusammenballen können
  • Je geringere Mengen an Urin produziert werden, umso seltener entsteht Harndrang, der die Katze zum Toilettengang animiert. In der Folge steigen die Standzeiten des Urins in der Harnblase, was einerseits das Ausfallen von Kristallen und andererseits die Bildung von Bakterien begĂŒnstigt.

Alle diese Faktoren zusammengenommen schĂ€digen auf Dauer die Nieren und den Harntrakt der Katze und fĂŒhren im schlimmsten Fall zu Chronischem Nierenversagen (CNI) DER „Zivilisationskrankheit Nr. 1“ der heutigen Hauskatze!

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Der idealerweise anzustrebende Feuchtigkeitsgehalt von 70 % im Futter kann am einfachsten durch eine kombinierte FĂŒtterung aus Feucht- und Rohfutter oder B.A.R.F. erreicht werden.
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Trockenfutter, dessen angeblich positive Wirkung zur Zahnreinigung ins Land der MĂ€rchen zu verweisen ist, wie unsere langjĂ€hrige Erfahrung als Katzenbesitzer auch mittlerweile zahnloser Katzensenioren belegt (die Kroketten werden maximal einmal durchgebissen, meist jedoch am StĂŒck verschluckt) sollte höchstens als Leckerchen in sparsamem Umfang gegeben werden.
Zur Gebissreinigung empfehlen sich vielmehr ca. Gulasch-große FleischstĂŒcke, rohe HĂŒhnerflĂŒgel oder –hĂ€lse sowie TrockenfleischwĂŒrfel.
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Eine nicht artgerechte ErnĂ€hrung der Katze mit ausschließlich mit Trockenfutter oder mit einem erhöhten Trockenfutteranteil fĂŒhrt ĂŒber Harnwegserkrankungen und CNI hinaus erwiesenermaßen zu vielfĂ€ltigen Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck.
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Hauptrisikofaktor fĂŒr das Auftreten von Bluthochdruck und Diabetes ist Übergewicht.

Übergewicht entsteht vor allem deshalb, weil Trockenfutter eine extrem hohe Energiedichte aufweist.
Wildlebende Katzen ernĂ€hren sich ĂŒber den ganzen Tag hinweg verteilt von MĂ€usen.
Die Hauskatze möchte sich Àhnlich ernÀhren und nimmt bei einem Gang zum Futternapf im Normalfall die Menge an Futter auf, die ein bis zwei MÀusen entspricht.
Diese Futtermenge erzeugt bei der Katze ein angenehmes SĂ€ttigungsgefĂŒhl, sie putzt sich und legt sich zufrieden schlafen um nach einigen Stunden wieder diese Menge zu sich zu nehmen.
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So lange es sich beim dargebotenen Futter um Nassfutter handelt, welches einen hohen Feuchtigkeitsgehalt von 70 bis 80 % hat und eine entsprechend geringe Energiedichte, ist dieses natĂŒrliche Fressverhalten auch fĂŒr den bewegungsarmen, kastrierten Stubentiger kein Problem, welches zu ĂŒbermĂ€ĂŸiger Gewichtszunahme fĂŒhrt.
Die der zwei-MÀuse-Portion entsprechende Menge an Trockenfutter enthÀlt jedoch aufgrund des fehlenden Wassers eine ungleich höhere Energiedichte.
Bei vielen Trockenfuttersorten ist hiermit bereits der Tagesbedarf an Energie mehr als gedeckt.
Wird der Katze nun stets Trockenfutter zur freien VerfĂŒgung bereitgestellt, so nimmt sie, um ein natĂŒrliches SĂ€ttigungsgefĂŒhl zu erzeugen, stets mehr Futter auf, als sie benötigt.
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Versucht der Halter nun durch die BeschrĂ€nkung der Trockenfuttermenge die Kalorienzufuhr seiner Katze zu beschrĂ€nken, so bewirkt dies einerseits, dass die Katze das dargebotene Trockenfutter bis zum Erreichen des gewĂŒnschten SĂ€ttigungsgefĂŒhls fressen wird und – da dann nichts mehr ĂŒbrig ist – den Rest des Tages zum Fasten verurteilt ist.
Im Gegensatz zu Hunden vertragen insbesondere ĂŒbergewichtige Katzen jedoch Fastenzeiten sehr schlecht, ganz abgesehen davon, dass der Besitzer einer fastenden Katze einen sehr schlecht gelauten Stubentiger ertragen darf. 
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Zudem wird ein hoher Kohlenhydratanteil im Futter von den meisten Katze nicht in Energie umgesetzt, wie Dr. Jean Hofve in ihrem Aufsatz beschreibt, sondern in Fett umgewandelt. 
Die meisten „DiĂ€t“-, „Light“-Futtersorten der Industrie, insbesondere Trockenfutter, liefern aber nicht weniger, sondern sogar noch mehr Kohlenhydrate als herkömmliche Trockenfuttersorten mit 30-70 % Kohlenhydratanteil (welcher im krassen Gegensatz zum Kohlenhydratanteil des klassischen Beutetiers, der Maus, mit 3 % steht).
Dadurch wirkt herkömmliches Trockenfutter zur Gewichtsreduktion doppelt kontraproduktiv, da einerseits kein natĂŒrliches SĂ€ttigungsgefĂŒhl entstehen kann und andererseits die Bildung von Fettzellen durch einen ĂŒberhöhten Kohlenhydratanteil noch gefördert wird.
Im Gegenteil wurden nicht nur bei an Diabetes erkrankten Menschen, sondern auch bei diabetischen Katzen hervorragende Ergebnisse mit einer „low carb“ DiĂ€t erzielt, so dass in vielen FĂ€llen auf eine Insulinbehandlung verzichtet werden konnte. (Quelle1, Quelle2)
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Diabetes, Bluthochdruck und Chronisches Nierenversagen sind – neben anderen Erkrankungen – ursĂ€chlich fĂŒr die Entwicklung einer sekundĂ€ren HCM.
Im Gegensatz zu anderen Risikofaktoren können jedoch zumindest diese „Zivilisationskrankheiten“ unserer Hauskatzen durch eine artgerechte ErnĂ€hrung auf ebenso einfache wie effektive Weise verhindert werden!

© 2012 Sabine Hilderhof, http://www.kattepukkel.de/

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Expertenmeinung zur ErnÀhrung

Unsere Anfrage an die ErnĂ€hrungsberatung der TierĂ€rztlichen FakultĂ€t der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen wurde wie folgt beantwortet:

    Sehr geehrte Frau Hilderhof,

    leider besteht die Problematik, dass Katzen bei TrockenfutterfĂŒtterung zu wenig Wasser aufnehmen. Daher ist eine VerfĂŒtterung von Nassfutter oder zumindest eine Kombination von Nass- und Trockenfutter wĂŒnschenswert. Falls Katzen aufgrund der FutterprĂ€gung ausschließlich Trockenfutter aufnehmen, kann die Wasseraufnahme durch verschiedene Maßnahmen erhöht werden

    • VerfĂŒtterung von (Katzen)milch
    • Mehrere WassernĂ€pfe in der Wohnung aufstellen
    • Zimmerspringbrunnen
    • Offenes Aquarium
    • Anreicherung des Trinkwassers mit Geschmackskomponenten (z. B. ein StĂŒckchen zerdrĂŒckte Leberwurst)

    Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

    PD Dr. Petra Kölle

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BewĂ€hrte Tipps zur Nahrungsumstellung

Die Mitglieder der IG Herzgesunde Katze e.V. haben aus eigener Erfahrung bewĂ€hrte Tipps zur ErnĂ€hrungsumstellung Ihrer Katzen von Trockenfutter-ErnĂ€hrung bzw. kombinierter Trocken-Nassfutter-ErnĂ€hrung auf reine Nassfutter-Rohfleisch-ErnĂ€hrung, aber auch zur Umstellung von minderwertigem Nassfutter zu hochwertigem Nassfutter fĂŒr Sie erarbeitet.

Bitte entnehmen Sie diese Informationen den folgenden Rubriken:

Umstellung von reiner Trockenfutter-ErnÀhrung

Um von reiner Trockenfutter-FĂŒtterung auf reine Nassfutter-Rohfleisch-ErnĂ€hrung umzustellen, braucht es sehr, sehr viel Geduld und Zeit.

  1. Schritt eins einer Umgewöhnung von Trockenfutter ist, dass erst mal der Napf mit dem Trockenfutter nicht mehr den ganzen Tag da stehen darf.
    Statt dessen lesen Sie bitte nach, wie groß die Tagesration des Trockenfutters fĂŒr Ihre Katze(n) ist. Wiegen Sie genau ab, wieviel die Katzen vom Trockenfutter am Tag fressen dĂŒrfen, packen Sie diese Ration in eine TupperschĂŒssel.
    Besorgen Sie einen eigenen Futternapf fĂŒr jede einzelne Katze.
    Geben Sie nun fĂŒr jede FĂŒtterung eine entsprechende Portion in jeden Napf.
    Ausgehend von vier bis fĂŒnf FĂŒtterungszeiten am Tag entsprechend ein Viertel bzw. ein FĂŒnftel der abgewogenen Trockenfuttermenge, gleichmĂ€ĂŸig verteilt auf die der Anzahl der Katzen entsprechenden NĂ€pfe.
    Lassen Sie die NĂ€pfe zunĂ€chst eine halbe Stunde stehen, rĂ€umen Sie die NĂ€pfe dann nach immer kĂŒrzerer Zeit weg.
    Dadurch erreichen Sie, dass Ihre Katzen, die ja bislang daran gewöhnt waren, jederzeit einen Happen fressen zu können, gierig werden auf das Futter und es schnell fressen, weil sie Bange haben dass es wieder weggerÀumt wird.
    Ziel ist, dass Sie die NÀpfe nach 15-20 Minuten wieder wegrÀumen.
  2. Nach etwa 14 Tagen können Sie damit anfangen, Nassfutter (zunÀchst in Mini-Portionen) unterzumischen.
    Um das Nassfutter einzuschleichen, gehen Sie so vor:
    Kaufen Sie zunĂ€chst eher kleine Dosen (100g, 200g) von dem Futter, damit Sie nicht so viel wegwerfen mĂŒssen.
    Sie können zur Umstellung auch zunÀchst jegliches Supermarkt-/Werbefernsehen-/Discounter-Nassfutter verwenden.
    Sind Ihre Katzen erst einmal auf Nassfutter umgestellt, kann man ihnen höherwertiges Nassfutter ebenso wie auch die billigeren 400g/800g Dosen nahebringen.
    FĂŒllen Sie das Nassfutter aus einer Dose in eine TupperschĂŒssel um.
    Dann entnehmen Sie von der gewohnten Futterration (fĂŒr eine FĂŒtterungszeit) pro Katze 1 Teelöffel des Trockenfutters.
    Statt dessen geben Sie pro Napf (pro Katze) 2 Teelöffel des Nassfutters dazu.
    Am besten "panieren" Sie die Nassfutterbröckchen mit den Trockenfutterkroketten, wahlweise können Sie dazu auch kleingemahlenes Trockenfutter verwenden.
    Das Nassfutter können Sie in der Tupperdose im KĂŒhlschrank mehrere Tage aufbewahren ohne dass es schlecht wird.
    Nur einfach die jeweils benötigte Menge vor dem Zusammenmischen dann ganz kurz auf kleiner Stufe in die Mikro geben, damit es nicht kalt ist oder eine halbe Stunde vorher herausnehmen und in einer separaten TupperschĂŒssel. auf einer warmen OberflĂ€che (Kaffeemaschine, Aquarium, Fernseher, Computer...) warm werden lassen.
  3. Sie mischen so lange diese 2 Teelöffel Nassfutter pro Katze unter das Trockenfutter jeder Portion, bis die Katzen alles anstandslos leer fressen und kein NassfĂŒtter mehr ĂŒbrig bleibt.
    Am darauf folgenden Tag nehmen Sie von der Trockenfutterportion nicht einen, sondern 2 Teelöffel pro Katze weg und geben nicht 2, sondern 4 Teelöffel Nassfutter pro Katze dazu.
    Auch diese Mischung, ggf. paniert wie oben beschrieben, wieder so lange servieren, bis alles restlos gefressen wird.
    Im nÀchsten Schritt dann von der Trockenfutterportion nicht zwei, sondern 3 Teelöffel entnehmen und statt 4 nun 6 Teelöffel Nassfutter hinzu geben.
    Und so weiter.
  4. Diese Umstellung kann Wochen bis Monate dauern, wir haben wirklich schon Monate, nachdem wir diesen Tipp gegeben hatten, begeisterte Antwort-Mails bekommen:
    Hurra, jetzt sind wir auf 100% Nassfutter angelangt!!
  5. Alternativ bzw. ergÀnzend kann man die (stetig reduzierte) Menge des Trockenfutters auch mit Wasser befeuchten, um die Akzeptanz von feuchter Nahrung zu erhöhen.
  6. Und genau in der Art wie unter 2. und 3. beschrieben kann man auch von "Junkfood" Nassfutter (das sich fĂŒr eine Umstellung einer vollstĂ€ndig mit Trockenfutter ernĂ€hrten Katze auch vorĂŒbergehend einzusetzen anbietet) auf "gesundes" Nassfutter umstellen.
    Haben Sie Geduld, mischen Sie Löffel fĂŒr Löffel behutsam steigernd neues Futter unter, haben Sie Geduld.
  7. Ganz wichtig fĂŒr Sie zu wissen:
    Auch wenn die Katzen dĂŒnn sind, von der nach wie vor angebotenen, sukzessive reduzierten Trockenfuttermenge ist noch keine Katze verhungert.
    Im Gegenteil:
    Sobald die Umstellung auf reine Nassfutter/Rohfleisch-FĂŒtterung gelungen ist und sobald die Tiere dann (problemlos) hochwertige Nassfuttersorten und Rohfleisch akzeptieren, werden Sie nach zwei bis drei Monaten feststellen, dass
    "Dickerchen" ganz problemlos abgespeckt haben und
    "Spargelchen" auf einmal proper sind und etwas auf den Rippen haben.
  8. Wichtig zu wissen auch:
    Man kann auch sehr gut ausschließlich Nassfutter fĂŒttern, wenn man voll berufstĂ€tig ist.
    Nehmen wir an, Sie stehen um 6.15 h auf und gehen um 7.30 h aus dem Haus - dann geben Sie einfach sofort nach dem Aufstehen, noch im Pyjama, die erste kleine Nassfutterportion.
    Und bevor Sie das Haus verlassen stellen Sie dann noch mal eine Nassfutterportion hin. (Wenn man Fliegengitter an den Fenstern hat, kann man Nassfutter bedenkenlos etwas lĂ€nger stehen lassen, notfalls an heißen Sommertagen KĂŒhlakkus unterlegen - wobei die Katzen dazu ĂŒbergehen, die angebotenen Futtermengen zeitnah zu konsumieren)
    Nehmen wir an, Sie kommen um 17.30 h nach Hause, dann servieren Sie gleich nach dem Heimkommen wieder eine Portion. Die nĂ€chste gibt es dann noch mal um kurz vor acht Uhr vor der Tagesschau, ein weiteres mal um halb 10 wenn der Hauptfilm vorĂŒber ist (wenn man sich es nach dem Fernsehprogramm einteilen möchte) und insbesondere im Sommer dann noch mal einen Mitternachtssnack, bevor Sie ins Bett gehen.
  9. Das ergibt 4 bis 5 kleine Mahlzeiten am Tag - deshalb braucht es gar keinen Trockenfutternapf, der stÀndig da steht und dazu verleitet, "schnÀkig" zu werden.

Merken Sie sich bitte, Trockenfutter ist fĂŒr Katzen wie fĂŒr uns Chips und Schokolade - wenn Sie den ganzen Tag lang eine SchĂŒssel mit Chips oder eine Packung Pralinen offen und verlockend vor sich stehen haben, verleitet es Sie dazu immer wieder zwischendurch zu essen und wundert es auch keinen, wenn dann niemand zu den Mahlzeiten Hunger geschweige denn Appetit hat.

© 2012 Sabine Hilderhof, http://www.kattepukkel.de/

Von kombinierter Trocken/Nass-FĂŒtterung umstellen

Auch um von kombinierter Trocken/Nass-FĂŒtterung auf reine Nassfutter/Rohfleisch-FĂŒtterung umzustellen, braucht es sehr viel Geduld und Zeit.

  1. Schritt eins der Umgewöhnung ist, dass erst mal der Napf mit dem Trockenfutter nicht mehr den ganzen Tag da stehen darf.
    Statt dessen wiegen Sie bitte 20 g pro Katze vom Trockenfutter ab (diese Menge empfiehlt selbst die Futtermittelindustrie als maximale Tagesration von Trockenfutter) und packen Sie diese Ration in eine TupperschĂŒssel.
  2. Besorgen Sie einen eigenen Futternapf fĂŒr jede einzelne Katze.
  3. FĂŒhren Sie vier bis fĂŒnf FĂŒtterungszeiten am Tag ein, davon 2 FĂŒtterungszeiten mit Trockenfutter und 2-3 FĂŒtterungszeiten mit Nassfutter.
    Geben Sie nun fĂŒr jede FĂŒtterung eine entsprechend angepasste Portion in jeden Napf.
    Verteilen Sie hierzu fĂŒr die Trocken-Mahlzeiten die HĂ€lfte der abgewogenen Trockenfuttermenge gleichmĂ€ĂŸig auf die der Anzahl der Katzen entsprechenden NĂ€pfe.
    Lassen Sie die NĂ€pfe zunĂ€chst eine halbe Stunde stehen, rĂ€umen Sie die NĂ€pfe dann nach immer kĂŒrzerer Zeit weg.
    Dadurch erreichen Sie, dass Ihre Katzen, die ja bislang daran gewöhnt waren, jederzeit einen Happen fressen zu können, gierig werden auf das Futter und es schnell fressen, weil sie Bange haben dass es wieder weggerÀumt wird.
    Ziel ist, dass Sie die NÀpfe nach 15-20 Minuten wieder wegrÀumen.
  4. Nach etwa 14 Tagen können Sie eine der Trockenfuttermahlzeiten durch eine weitere Nassfutter-Mahlzeit ersetzen.
    Denken Sie daran, nur nur noch 10 g Trockenfutter pro Katze fĂŒr die tĂ€gliche Vorratsration abzuwiegen.
    Ggf. können Sie die AttraktivitÀt der Nassfuttermahlzeiten durch "Trockenfutter-Krönchen" oder das Bestreuen mit gemahlenem Trockenfutter erhöhen.
  5. Nach weiteren 14 Tagen können Sie auch die letzte reine Trockenfuttermahlzeit durch eine weitere Nassfuttermahlzeit ersetzen.
    Ggf. können Sie die AttraktivitÀt der Nassfuttermahlzeiten durch "Krönchen" oder Mehl beibehalten.
    Hierzu reicht normalerweise ca. die Menge eines Teelöffels pro Katze/Tag.
  6. FĂŒr besondere Gelegenheiten kann Trockenfutter als Leckerchen beibehalten werden, allerdings ist anzustreben, dies auf Dauer durch gesunde Leckerchen wie z.B. Trockenfleisch zu ersetzen.
    Gerade bei extremen Trockenfutter "Junkies" ist der verlockende Geruch des Trockenfutter fĂŒr die sensiblen Samtnasen durch verschlossene TĂŒren, SchrĂ€nke, Dosen und TĂŒten wahrnehmbar und fĂŒhrt zu Unausgeglichenheit
  7. Ganz wichtig fĂŒr Sie zu wissen:
    Auch wenn die Katzen dĂŒnn sind, von der nach wie vor angebotenen, sukzessive reduzierten Trockenfuttermenge ist noch keine Katze verhungert.
    Im Gegenteil:
    Sobald die Umstellung auf reine Nassfutter/Rohfleisch-FĂŒtterung gelungen ist und sobald die Tiere dann (problemlos) hochwertige Nassfuttersorten und Rohfleisch akzeptieren, werden Sie nach zwei bis drei Monaten feststellen, dass
    "Dickerchen" ganz problemlos abgespeckt haben und
    "Spargelchen" auf einmal proper sind und etwas auf den Rippen haben.
  8. Wichtig zu wissen auch:
    Man kann auch sehr gut ausschließlich Nassfutter fĂŒttern, wenn man voll berufstĂ€tig ist.
    Nehmen wir an, Sie stehen um 6.15 h auf und gehen um 7.30 h aus dem Haus - dann geben Sie einfach sofort nach dem Aufstehen, noch im Pyjama, die erste kleine Nassfutterportion.
    Und bevor Sie das Haus verlassen stellen Sie dann noch mal eine Nassfutterportion hin. (Wenn man Fliegengitter an den Fenstern hat, kann man Nassfutter bedenkenlos etwas lĂ€nger stehen lassen, notfalls an heißen Sommertagen KĂŒhlakkus unterlegen - wobei die Katzen dazu ĂŒbergehen, die angebotenen Futtermengen zeitnah zu konsumieren)
    Nehmen wir an, Sie kommen um 17.30 h nach Hause, dann servieren Sie gleich nach dem Heimkommen wieder eine Portion. Die nĂ€chste gibt es dann noch mal um kurz vor acht Uhr vor der Tagesschau, ein weiteres mal um halb 10 wenn der Hauptfilm vorĂŒber ist (wenn man sich es nach dem Fernsehprogramm einteilen möchte) und insbesondere im Sommer dann noch mal einen Mitternachtssnack, bevor Sie ins Bett gehen.
  9. Das ergibt 4 bis 5 kleine Mahlzeiten am Tag - deshalb braucht es gar keinen Trockenfutternapf, der stÀndig da steht und dazu verleitet, "schnÀkig" zu werden.

Merken Sie sich bitte, Trockenfutter ist fĂŒr Katzen wie fĂŒr uns Chips und Schokolade - wenn Sie den ganzen Tag lang eine SchĂŒssel mit Chips oder eine Packung Pralinen offen und verlockend vor sich stehen haben, verleitet es Sie dazu immer wieder zwischendurch zu essen und wundert es auch keinen, wenn dann niemand zu den Mahlzeiten Hunger geschweige denn Appetit hat.

© 2012 Sabine Hilderhof, http://www.kattepukkel.de/

Umstellung auf hochwertiges Nassfutter

Auch wenn jedes Nassfutter, einzig auf Grund es wesentlich (i.d.R. um den Faktor 10) erhöhten Feuchtigkeitsgehalts essentielle Vorteile gegenĂŒber reiner Trockenfutter-ErnĂ€hrung oder kombinierter Trocken-Nassfutter-ErnĂ€hrung bietet, ist es von Vorteil fĂŒr die Gesundheit der Katzen, bei der Auswahl des Nassfutters auf Zuckerfreiheit, artgerechten Kohlenhydratanteil (ca. 5 % der Trockenmasse) und der Zusammensetzung aus hochwertigem (taurinreichem) Muskelfleisch, ausgewĂ€hlten Innereien und der Herkunft der Rohstoffe aus fĂŒr den menschlichen Verzehr zugelassenen Grundstoffen zu achten.

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GegenĂŒber der Umstellung von Trockenfutter auf Nassfutter ist die Umstellung von minderwertigerem Nassfutter auf höherwertiges relativ einfach zu bewerkstelligen, weshalb die Mitglieder der IG auch in den Rubriken zur Umstellung von Trockenfutter raten, ggf. zunĂ€chst auf minderwertigeres Nassfutter umzustellen, da dies bei durch Trockenfutter mĂ€kelig gewordenen Katzen erheblich besser akzeptiert wird.
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Beachten Sie aber bitte dringend, dass eine Umstellung von minderwertigem auf hochwertiges Nassfutter nicht ad hoc geschehen darf, da hierdurch der Verdauungstrakt der Katze erheblich strapaziert werden kann.
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BeschrÀnken Sie sich zunÀchst auf eine Sorte hochwertiges Nassfutter und bereiten Sie sich aus diesem und Ihrem gewohnten Nassfutter eine Reihe von Tupperdosen mit Mischungen in verÀnderlichem Mengenanteil zu.
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Ausgehend von der gewohnten Menge an Nassfutter fĂŒr eine Tagesration, mischen Sie fĂŒr den ersten Tag in einer TupperschĂŒssel 9 Teile des gewohnten Futters mit 1 Teil des neuen Futters.

FĂŒr den zweiten Tag mischen Sie entsprechend 8 Teile des gewohnten Futters mit 2 Teilen des neuen Futters.

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Am dritten Tag mischen Sie nur noch 7 Teile des gewohnten mit 3 Teilen des neuen Futters.

Und so weiter, bis Sie am letzten Tag der Umstellung 1 Teil des gewohnten Futters mit 9 Teilen des neuen Futters mischen.

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Bei besonders heiklen Katzen kann es notwendig sein, die Etappen der Umstellung von einzelnen Tagen auf zwei bis vier Tage auszudehnen - entscheiden Sie bitte selbst in AbhÀngigkeit von der Akzeptanz Ihrer Katze(n) die Sie am besten kennen, welcher Rhythmus am besten geeignet ist.

Reste der Futterdosen, die bei der Mischung anfallen, können in einer gut verschlossenen Tupperdose bis zu drei Tage im KĂŒhlschrank zur weiteren Verwendung aufbewahrt werden.

© 2012 Sabine Hilderhof, http://www.kattepukkel.de/

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Erwerb gesunder Rassekatzen aus HCM-geschallten Zuchten

(Herz)Gesunde Rassekatzen erhalten Sie vom vertrauenswĂŒrdigen, auf Transparenz bedachten VereinszĂŒchter.
Solche VereinszĂŒchter erkennen Sie u. a. daran, dass er sich an die Zuchtrichtlinien seines Vereins hĂ€lt und ĂŒber lĂ€ngere Zeit mit seinen gesunden Zuchttieren arbeitet.
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Die Katzen eines gewissenhaften ZĂŒchters machen alle einen gesunden Eindruck, haben klare Augen, saubere NĂ€schen und Ohren und auch die rĂŒckwĂ€rtige Partie ist frei von Schmutzspuren, im Fell gibt es keine schwarzen "KrĂŒmel" der auf Flohbefall oder gar kahle Stellen hindeutet.
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SelbstverstĂ€ndlich sind die KĂ€tzchen vertrauenswĂŒrdiger ZĂŒchter mindestens zweimal auf Katzenschnupfen/Katzenseuche geimpft, auf Wunsch gechipt und kommen mit ihrem Heimtierausweis frĂŒhestens im Alter von 13 Wochen zu Ihnen.
Über Entwurmung oder alternativ befundfreie Kotuntersuchungen fĂŒhrt der gewissenhafte ZĂŒchter Buch und legt Ihnen die Ergebnisse vor.
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Er wird Sie auf seiner Webseite auch nicht nur mittels Bild, einem Stammbaum-Verweis und der Gesundheitsdaten ĂŒber seine aktuellen Zuchttiere informieren, sondern ebenso auch ĂŒber ehemalige Zuchttiere die jetzt - natĂŒrlich kastriert - entweder noch bei ihm leben oder auf einem tollem Liebhaberplatz vermittelt wurden. (Es kann nunmal nicht jeder alle Tiere behalten, aber man sollte verfolgen können, wie viele Tiere wie lange dort waren und wo sie jetzt wohnen. )
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Ein auf Transparenz bedachter VereinszĂŒchter legt Wert darauf, Sie auf seiner Homepage möglichst umfassend zu informieren (sei es durch selbstverfasste Texte oder durch Links auf bekannte Info-Seiten) und testet seine Tiere neben HCM auch auf rassespezifische Erbkrankheiten.
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Rassespezifische Erbkrankheiten auf die jedes Zuchttier getestet werden sollte, sind:

FĂŒr Maine Coon: HD

Des weiteren gibt es rassespezifische, autosomal rezessiv vererbte Erbkrankheiten, fĂŒr die zwar kein Test fĂŒr jedes Tier notwendig ist, der ZĂŒchter aber dann die Testergebnisse der Eltern, Großeltern nachweisen können sollte.
Dies betrifft unter den in der IG Herzgesunde Katze vertretenen Rassen folgende:

Weitere autosomal rezessiv vererbte Krankheiten in anderen Katzenrassen:

Um den Genpool der Rasse nicht zu sehr zu beschrÀnken, ist die Zucht mit TrÀgertieren in diesen Rassen derzeit noch zugelassen, wenn sie mit Tieren verpaart werden, die zwei normale Kopien des Gens besitzen.
Dadurch ist sichergestellt, dass die Nachkommen höchstens eine fehlerhafte Genkopie aufweisen und somit nicht erkranken, weil die normale Kopie des Gens aktiviert ist.

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Falls Sie sich fĂŒr andere Rassen interessieren, informieren Sie sich z. B. im Internet ĂŒber rassespezifische Erbkrankheiten bei diesen Rassen.

ÜberprĂŒfen Sie die Angaben zu Vereinszugehörigkeit und Testergebnissen auf der Homepage, indem Sie sich diese Unterlagen zeigen lassen. Ein seriöser VereinszĂŒchter wird dies von sich aus tun.
Achten Sie auf Ihr BauchgefĂŒhl und kaufen Sie nicht aus Mitleid!

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Am bequemsten finden Sie vertrauenswĂŒrdige und auf Transparenz bedachte VereinszĂŒchter auf der ZĂŒchterliste der IG Herzgesunde Katze.
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Beachten Sie bei der Suche nach einem Zuchttier aus HCM-geschallten Verpaarungen je nach Rasse bitte auch die jeweilige Jungtiervermittlungseite bzw. Mitgliederlisten dieser Vereine. Vergleichen Sie hierbei aber bitte auch die Anforderungen der jeweiligen Vereine.

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Garantie auf gesunde Katzen

Leider kann es keine Garantie auf herzgesunde KĂ€tzchen geben.
Das Thema HCM ist ein sehr komplexes und noch nicht vollumfĂ€nglich geklĂ€rtes Thema. Die Forschung ist bemĂŒht, die Krankheit und ihre Entstehung zu ergrĂŒnden und die dann erforderliche Behandlungsmethoden zu entwickeln, wie jedoch bei allen anderen Gesundheitsthemen auch, geht das nicht von heute auf morgen.
So bleibt dem ZĂŒchter nur die Vorsorge mittels HCM-Schall und Gentest, so fĂŒr die Rasse verfĂŒgbar, so gut wie nur irgend möglich zu betreiben und Gesundheitschecks regelmĂ€ĂŸig durchzufĂŒhren.

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Als ZĂŒchter können wir nur mit dem uns zur VerfĂŒgung stehenden Genpool operieren, um möglichst gesunde, typvolle und charakterlich einwandfreie Tiere zu erhalten.
Die Veranlagung zu HCM ist leider im Genom von Katzen mehr oder weniger stark verbreitet, so dass dem ZĂŒchter nur bleibt, durch die dem Stand der Wissenschaft entsprechenden Testmethoden betroffene Tiere und symptomlose MerkmalstrĂ€ger so gut wie möglich zu identifzieren und aus der Weiterzucht zu entfernen.
Immerhin hat die Selektion auf Gesundheit durch KatzenzĂŒchter schon so viel Erfolg gezeigt, dass HCM bei allen Rassen weniger hĂ€ufig vorkommt als bei rasselosen Hauskatzen, bei denen keine Zuchtselektion stattfindet.

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Katzenkauf ist Vertrauenssache

Auch wenn es niemals eine Garantie auf ein herzgesundes KĂ€tzchen geben kann, ist es fĂŒr Sie doch von großem Vorteil, bei der Auswahl des ZĂŒchters darauf zu achten, dass er fĂŒr die Elterntiere und gĂŒnstigenfalls auch fĂŒr Großelterntiere und weitere Vorfahren, aber auch Anverwandte, normale HCM-Schallbefunde sowie, soweit fĂŒr die Rasse erhĂ€ltlich, unauffĂ€llige Gentests vorweisen kann.
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Wenn man durch diese Maßnahmen auch leider niemals alle HCM-FĂ€lle in der Zucht wird eliminieren können, sinkt durch die konsequente Anwendung eines HCM-Gesundheitsprogramms die Wahrscheinlichkeit, dass sich HCM-kranke Tiere unter den Nachkommen befinden.
Im Umkehrschluss steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie ein am Herzen erbgesundes KĂ€tzchen erhalten, bei ZĂŒchtern des HCM-Gesundheitsprogrammes an.
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Ein weiterer Vorteil fĂŒr KĂ€ufer von KĂ€tzchen aus dem HCM-Gesundheitsprogramm ist auch, dass im schlimmsten Fall, von dem wir alle nicht hoffen möchten, dass er eintritt, der ZĂŒchter aufgrund seines Bekenntnisses zu Transparenz in der Zucht Sie schnell und hoffentlich fĂŒr Ihr KĂ€tzchen noch rechtzeitig darĂŒber informieren wird, wenn bei den Elterntieren oder anderen Vorfahren auffĂ€llige Befunde eingetreten sind.
Denn wenn Tiere durch solche Hinweise auf ErkrankungsfĂ€lle in der Verwandtschaft bereits sehr frĂŒhzeitig im asymptomatischen Kompensationsstadium dem Kardiologen vorgestellt und eine sich entwickelnde HCM somit frĂŒhzeitg diagnostiziert wird, hat die Katze die besten Chancen auf ein recht langes und gutes Leben trotz der Krankheit.
In gleicher Weise wird er sicherlich auch in anderen Dingen offen und ehrlich mit Ihnen umgehen.

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Warum ist es wichtig, dass ich Rassekatzen nur vom ZĂŒchter kaufe, der seine Zuchtkatzen auf Erbkrankheiten wie HCM untersuchen lĂ€sst?

Im Rahmen der Schuldrechtsreform im Jahre 2000 wurde das deutsche Kaufrecht modernisiert und an die Vorgaben der EU angepasst und seither muss der ZĂŒchter (VerkĂ€ufer) eines Tieres zwei Jahre haften fĂŒr einen Mangel (z. B. eine Krankheit), der bei einem von ihm verkauften Tier auftritt (sofern dieser Mangel bereits bei der Übergabe des Tieres vorlag).
Binnen sechs Monate nach dem Verkauf liegt darĂŒber hinaus die Beweislast beim ZĂŒchter, was bedeutet, dass er beweisen muss, dass der entsprechende Mangel zum Zeitpunkt der Übergabe NICHT vorlag.
(Nach Ablauf der 6 Monate liegt die Beweislast hingegen beim KĂ€ufer, der dann belegen muss, dass das Tier bereits zum Übergabezeitpunkt diese Krankheit in sich trug.)

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ZunĂ€chst bringt diese gesetzliche Regelung viele Vorteile fĂŒr den Liebhaber, doch durch die aktuelle Rechtssprechung wurde gerade in Hinblick auf Erbkrankheiten durch die entscheidenden Gerichte das VerhĂ€ltnis zugunsten von ZĂŒchtern, welche nicht so handeln wie wir als Mitglieder der IG das fĂŒr richtig halten, zumindest in Bezug auf Schadenersatz umgedreht.
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Das Amtsgericht Vechta beschloss im Urteil vom 12.10.2010 (zu Aktenzeichen 11 C 833/09), bestĂ€tigt durch den Beschluss des Landgerichts Oldenburg vom 28.3.2011 (zu Aktenzeichen 9 S 571/10), (Barbara Veith-Hallmann RechtsanwĂ€ltin) dass die Erkrankung des Hundes zwar einen Sachmangel darstellt, der zur Minderung des Kaufpreises auf Null berechtigt, doch da im Gegenzug der Hund an den VerkĂ€ufer zurĂŒckzugeben wĂ€re, wird eine solche Lösung fĂŒr den Tierliebhaber keine echte Option (und finanzielle Erleichterung) bringen, denn wer will schon ein liebgewonnenes Tier, das krank ist, "abschieben"?
Über die (aus o. g. GrĂŒnden praktisch nicht umsetzbare) Minderung des Kaufpreises hinaus besteht nach Auffassung der Gerichte KEIN Anspruch auf Schadensersatz, selbst wenn der ZĂŒchter die Elterntiere nicht (obwohl ein Großteil der ZuchtverbĂ€nde dies vorschreibt) auf diese Erkrankung hat untersuchen lassen. Statt dessen wiesen die Gerichte darauf hin:

    "Es ist Aufgabe des Verbrauchers, herauszufinden, welche Zucht die qualitativ hochwertigeren Welpen hervorbringt. Bei der Vielzahl an öffentlich zugĂ€nglichen Informationen ... ist dies dem mĂŒndigen Verbraucher durchaus zuzumuten."

GestĂŒtzt wird diese Sicht der Rechtssprechung durch den Beschluss des Landgerichts Mosbach in einem Prozesskostenhilfebewilligungsverfahren vom 01.10.2007 (AZ.: 1 T 45/07). (Jagderleben.de)
Der antragstellenden HundekĂ€uferin, welche wegen ED, HD und Kryptorchismus ihres Hundes AnsprĂŒche gegen die ZĂŒchterin geltend machen wollte, wurde die Prozesskostenhilfe verweigert mit der BegrĂŒndung dass die Klage keinerlei Aussicht auf Erfolg habe.
Der ZĂŒchterin ist die Beseitigung der genetisch bedingten Defekte, die als Ursache der Erkrankung zu betrachten sind, unmöglich. Auch wenn das Tier beschwerdefrei werden sollte, kann es durch die Behandlung nicht in einen vertragsgemĂ€ĂŸen Zustand versetzt werden. Vielmehr ist der Gendefekt nach wie vor vorhanden.
Eine "Nachlieferung" eines mangelfreien Welpen kommt wiederum fĂŒr die KĂ€uferin aufgrund der emotionalen Bindung nicht in Frage.
Auch die Tierarztkosten kann die KĂ€uferin nicht auf einen Schadensersatzanspruch stĂŒtzen.
Denn ein Schadensersatzanspruch setzt voraus, dass der ZĂŒchter schuldhaft gehandelt hĂ€tte. GrundsĂ€tzlich werde ein Verschulden des ZĂŒchters vermutet, bei genetischen Defekten liege dies jedoch anders. Auch der Umstand, dass die ZĂŒchterin nicht dem VDH (der Zuchtuntersuchungen auf ED und HD fĂŒr diese Rasse vorsieht) angehört, kann einen Schuldvorwurf nicht begrĂŒnden.

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Dagegen wurde durch das Amtsgericht MĂŒnsingen im Urteil vom 09.09.2010 die Klage einer Hundebesitzerin positiv beschieden, die aufgrund der HĂŒftgelenksdysplasie ihres Rottweilers den Kaufpreis in Höhe von 900 Euro erstattet haben wollte. (der Terrier, Sept. 2011, S. 29-30).
Allerdings ist der Kaufpreis in Relation zu den (tierĂ€rztlichen) Aufwendungen, die ein Tierbesitzer aufgrund einer Erkrankung wie HĂŒftgelenksdysplasie, aber auch HCM aufzubringen hat, stark zu vernachlĂ€ssigen. Eine kardiologische Untersuchung kostet bis zu 200 Euro und muss teilweise halbjĂ€hrlich wiederholt werden, hinzu kommen noch Kosten fĂŒr Medikamente und weitere Untersuchungen, so dass der Kaufpreis binnen weniger Jahre, schlimmstenfalls Monate aufgezehrt wird.
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Vor dem Hintergrund dieser allgemein angewandten Rechtssprechung ist es fĂŒr Sie als Interessenten fĂŒr ein RassekĂ€tzchen immens wichtig, bei der Auswahl des ZĂŒchters sorgfĂ€ltig vorzugehen und sich im Vorfeld (z. B. auf unserer Website) zu informieren, mit welchen rasseĂŒbergreifenden und rassespezifischen Zuchtuntersuchungen ZĂŒchter der von Ihnen favorisierten Rasse das Optimum an Gesundheit fĂŒr den Nachwuchs erreichen können.
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Denn im Endeffekt werden SIE auf den erheblichen Kosten der Behandlung sitzen bleiben.
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Beachten Sie hierbei vor allem, dass Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) Katzen ALLER Rassen mehr oder weniger stark betrifft und am hÀufigsten nicht in bestimmten Rassen, sondern bei (rasselosen) Hauskatzen auftritt.
Die unterschiedliche Verbreitung von Zuchtuntersuchungen bei den verschiedenen Katzenrassen ist nicht als Hinweis dafĂŒr zu deuten, dass Rassen, in denen die Zuchtuntersuchungen ĂŒblicher sind, stĂ€rker betroffen wĂ€ren, sondern sagt nur etwas ĂŒber den Stand der AufklĂ€rung der einzelnen ZĂŒchter aus.

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letzte Aktualisierung am 11. Januar 2013

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