clearpixel

deutsch

english

Interner Mitgliederbereich

|

Formulare

|

Das Team

|

Kontakt

|

Impressum

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

neuneuneu

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

clearpixel

Persistierender Ductus arteriosus PDA

clearpixel

In der fetalen (vorgeburtlichen) Lebens- phase fließt innerhalb der Hauptlungen- arterie sauerstoffreiches Blut in die absteigende Aorta durch den Ductus arteriosus, indem es die noch nicht aktive Lunge umgeht.
Bei der Geburt vermitteln mehrere Faktoren den Verschluss des Ductus, was die Trennung des systemischen (Körperkreislaufsystems) und Lungenkreislaufsystems bedingt.

Persistierender Ductus arterosus

Die Befüllung der Lungen erlaubt dem Lungenkreislauf, als ein Niederdrucksystem zu funktionieren und der Verschluß des Ductus verhindert das Shunten von Blut vom systemischen Hochdruckkreislaufsystems in die Lungenarterie.

Pathophysiologie:

Die Fortdauer oder Durchgängigkeit des Ductus mit einem ansonsten normalen systemischen und Lungenkreislaufsystems führt zu einem signifikanten Shunten (der Austausch von Blut zwischen dem Körper- und Lungenkreislauf) von Blut von links nach rechts, das heißt systemisch (Körperkreislauf) zu pulmonal (Lungenkreislauf).
Weil der systemische Gefäßwiderstand immer höher ist als derjenige des Lungenkreislaufs, hält das Shunten an.
Das Ergebnis ist ein Volumenüberdruck der Lungenarterien und –venen, des linken Atriums (Vorhofs) und der linken Herzkammer.
Eine Erweiterung des linken Atriums und der linken Herzkammer kann zu Herzrhythmusstörungen führen.
Chronischer Volumenüberdruck und die Erweiterung der linken Herzkammern führen üblicherweise zu Zeichen von chronischem Linksherzversagen.
Folglich entwickeln die meisten unbehandelten Fälle hartnäckiges Chronisches Herzversagen.
Tiere mit einem kleinen Ductus können das Erwachsenenalter erreichen ohne Anzeichen von Herzversagen, aber sie haben ein erhöhtes Risiko von infektiöser Endokarditis.
Bei manchen Tieren mit einem großen PDA kann der erhöhte Lungendurchblutung eine Verengung der Lungengefäße und die Entwicklung von Lungenhochdruck hervorrufen, was mehrere wichtige gesundheitliche Folgeerscheinungen hat:
Das Shunten durch den Ductus verlangsamt sich und kehrt sich um, was das Verschwinden des Herzgeräuschs und das Auftreten von Blausucht des Schwanzes hervorruft (differentiale Zyanose); die rechte Herzkammer wird erweitert und hypertrophiert (Organvergrößerung) als eine Folge des Lungenhochdrucks und die Durchblutung der Nieren mit sauerstoffarmem Blut führt zu überhöhter Ausschüttung von Erythropoietin und darauffolgend Polyzythämie (Erhöhte Anzahl von roten Blutkörperchen).
Sprich, wenn der Ductus von rechts nach links shuntet, werden die klinischen Anzeichen von Polyzythämie überwiegen.

Klinischer Befund und Behandlung:

Bei Tieren mit einem PDA der von links nach rechts shuntet, ist ein markantes, kontinuierliches maschinen-ähnliches Herzgeräusch präsent.
Das Herzgeräusch ist üblicherweise am lautesten zum Zeitpunkt des zweiten Herztons, es ist am besten hörbar über dem linken Aortenklappengebiet und oft begleitet mit einem präkordialen (vor dem Herzen gelegenen) Schwirren.
Die diastolische Komponente ist leiser und am besten hörbar über dem Pulmonalklappengebiet, gelegentlich auch am besten im axillaren Gebiet (in manchen Fällen bleibt der Ductus über einige Tage nach der Geburt offen; daher kann ein kontinuierliches Herzgeräusch während der Untersuchung des Neugeborenen entdeckt werden).
Gelegentlich kann die diastolische (die Erschlaffung des Herzens betreffende) Komponente in der späten Diastole nicht hörbar sein.
Der Oberschenkelpuls ist typischerweise begrenzend. Die meisten jungen Tiere zeigen keine klinischen Anzeichen.
Diejenigen mit einem großen Shunt und ältere Tiere haben oft Anzeichen von Chronischem Linksherzversagen.
Das EKG zeigt häufig große R-Wellen in Ableitung II zwischen rechtem Arm und linkem Bein, welche eine Erweiterung der linken Herzkammer anzeigen.
Auch ein Spektrum von Herzrhythmusstörungen kann gesehen werden, einschließlich sowohl der atrialen und ventrikulären Extrasystolen (zusätzliche Herzschläge).
Auffälligkeiten im Röntgenbild hängen von der Größe des Ductus ab und bei einem von links nach rechts shuntenden PDA kann sich eine Vergrößerung des linken Atriums und der linken Herzkammer, markante Lungengefäße, aneurysmatische Erweiterung des Atriums und der Lunge und ein veränderlicher Grad von Lungenödemen zeigen.
Die Echokardiografie ist wertvoll, um gleichzeitige erbliche Herzdefekte auszuschließen ebenso wie das Vorliegen eines PDA zu dokumentieren.
Kontinuierliche Turbulenzen in der Hauptlungenarterie ist eine Charakteristik eines von links nach rechts shuntenden PDAs.
Die Erweiterung des linken Atriums und der linken Herzkammer werden typischerweise festgestellt und eine leichte mitrale Regurgitation kann vorhanden sein.
clearpixel
Das chirurgische Abbinden des Ductus bei Patienten mit einem von links nach rechts shuntenden PDA ist üblicherweise heilkräftig und fast immer angezeigt.
Wenn vorhanden, sollte das Chronische Herzversagen medikamentös behandelt werden (mit Diuretika (harntreibenden Medikamenten), Vasodilatatoren (gefäßerweiternde Medikamente), usw), bevor die Narkose und der Eingriff durchgeführt werden.
Ein interventioneller (gezielter Eingriff) Verschluss ist eine Alternative zum chirurgischen Abbinden.
Dies kann bewerkstelligt werden durch einen Kathederverschluß mittels der Platzierung einer Vorrichtung (zB, Gianturco spiralförmige Spulen, Gianturco-Grifka Gefäßverschlußvorrichtung) im PDA, was zu einem Blutgerinnsel oder einem physischen Verschluß des Ductus führt.
clearpixel
Bei Tieren mit einem PDA der von rechts nach links shuntet, gibt es üblicherweise eine Vorgeschichte mit Lethargie (Antriebs- und Teilnahmslosigkeit), Belastungsintoleranz und Ohnmachtsanfällen.
Eine vorsichtige Untersuchung kann differentiale Zyanose aufdecken.
Der zweite Herzton kann geteilt sein und es kann ein leises diastolisches Herzgeräusch der pulmonaren Insuffizienz geben.
Ein kontinuierliches Herzgeräusch liegt nicht vor und der Oberschenkelpuls ist nicht begrenzt.
Der Befund von Polyzythämie bei einem sehr jungen Tier mit den obigen klinischen Anzeichen sollte von weiteren diagnostischen Untersuchungen des Herzens gefolgt werden.
Das EKG zeigt eine schwerwiegende Vergrößerung der rechten Herzkammer und gelegentlich Herzrhythmusstörungen.
Bei einem reversierten PDA kann die Vergrößerung der rechten Herzkammer und eine aneurysmatische Erweiterung der absteigenden Aorta festgestellt werden.
In diesen Fällen ist Echokardiografie angezeigt und wird die Vergrößerung und Hypertrophie der rechten Herzkammer aufzeigen.
Der rechte Kammerausflußtrakt ist vergrößert.
Kontrastultraschall des Herzens kann genutzt werden, um die Diagnose zu bestätigen.
Nach der Injektion von Kontrastmitteln (agitated saline) in eine periphere Vene, werden Mikrobläschen in der abdominalen Aorta sichtbar sein, aber nicht im Herzen.
Das Verbinden des Ductus ist kontraindiziert weil dies zu einer pulmonalen Hypertension führt (durch die Hervorrufung eines vermehrten Einflusses durch den bereits hohen und fixierten Lungengefäßwiderstand) und typischerweise zum Tod.
Die Therapie in diesen Fällen schließt die die Kontrolle der Polyzythämie durch regelmäßige Phlebotomien (chirurgische Venenöffnung, Aderlaß) ein. Die Langzeitprognose ist schlecht.

(Quelle: http://www.merckvetmanual.com/mvm/index.jsp?cfile=htm/bc/11103.htm)

clearpixel
Weitere Informationen von Dr. Lisa Keller ACVIM (cardiology) diplomate und geprüftes Mitglied im Collegium Cardiologicum e. V.:
http://www.tierklinik-haar.de/persistierender-ductus-arteriosus-botalli-pda.html
clearpixel
Weitere Informationen der Tierkardiologie der Ludwig-Maximilians-Universität München
http://www.tierkardiologie.lmu.de/pta/pda.html

Unser Kardiologie-Experte

Beachten Sie bitte auch die Ausführungen unseres Kardiologie-Experten Dr. Jan-Gerd Kresken zum Persistierenden Ductus arteriosus (PDA).

nach oben

letzte Aktualisierung am 03. April 2013

clearpixel

Diese Seite und ihre Inhalte, insbesondere Texte, Fotografien, Grafiken und Layout, sind urheberrechtlich geschützt (Copyright)
Das Urheberrecht liegt, soweit nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, bei der IG Herzgesunde Katze e. V.
Beachten Sie bitte unseren Hinweis zum Urheberrecht/Copyright
© 2012, 2013 IG Herzgesunde Katze e. V.
Webdesign © 2012, 2013 Sabine Hilderhof http://www.the-fine-arts-webdesign.de