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Ausführliche Informationen für Züchter

Sie möchten immer alles ganz genau wissen?
Dann sind diese ausführlichen Antworten auf unsere F.A.Q. genau das richtige für Sie!

F.A.Q. (Häufig gestellte Fragen):

Fragen zu HCM allgemein:

Was ist HCM - Hypertrophe Kardiomyopathie?
Ist HCM erblich?
Gibt es auch nicht erbliche HCM?
Studien/Statistiken zur Auftretenswahrscheinlichkeit von HCM bei ausgewählten Rassen

Fragen zu Zuchtuntersuchungen auf HCM

Warum soll ich Zuchtuntersuchungen auf HCM durchführen lassen?
Mit welchem Alter lässt man am besten (erstmals) schallen?
Sind Wiederholungen des HCM-Schalls notwendig?
Wie oft und bis in welches Alter wiederholt man die Schalls?
Warum sieht die IG eine Schallpflicht bei allen Katzenrassen vor?
Warum sind die HCM-Schalls bis zum Alter von 6 Jahren vorgeschrieben?
Warum schreibt die IG keine HCM-Schalls für ehemalige Zuchttiere (Kastraten) vor?
Mein Kater hat meine Katze gedeckt obwohl er/sie noch nicht geschallt war. Was tun?

Fragen zum HCM-Schall

Wo lasse ich meine Zuchtkatze am besten schallen?
Warum akzeptiert die IG HGK nur zertifizierte Kardiologen?
Was benötige ich für den HCM-Schall?
Wo erhalte ich das HCM-Schall-Untersuchungsformular?
Was bedeuten die Kürzel auf dem HCM-Schall-Untersuchungsformular?
Was muss ich bezüglich HCM-Schall-Untersuchungsformular und der Untersuchung beachten?

Fragen zur Veröffentlichung von HCM-Schallergebnissen

Warum ist es wichtig, die Schallergebnisse zu veröffentlichen?
Wie ist die Haltung des Gesetzgebers zur Veröffentlichung von Schallergebnissen?
Wo und wie kann ich das Schallergebnis veröffentlichen lassen?

Fragen zu HCM-Gentests

Was haben Gene mit HCM zu tun?
Was und wieviel bringt der HCM-Gentest?
Macht es noch Sinn, den Gentest machen zu lassen?

Fragen zum Umgang mit HCM in der Zucht

Wie kann ich den Stammbaum meiner Katze am besten auf HCM-Fälle kontrollieren?
Wie erfahre ich, ob eine Katze, die ich verkauft habe, an HCM erkrankt oder verstorben ist?
Was soll ich tun, wenn in der Linie meiner Zuchtkatze HCM aufgetreten ist?
Der Herzultraschall meiner eigenen Zuchtkatze war auffällig - was muss ich veranlassen?
Der Herzultraschall eines meiner ehemaligen Kitten war auffällig - was muss ich veranlassen?

Fragen zur Mitgliedschaft in der IG

Muss ich sofort alle Katzen schallen lassen?
Ich habe keinen eigenen Kater, was wenn ich keinen geschallten Kater zum Fremddecken finde?
Gibt die IG vor, ob nur Kitten aus HCM geschallten Linien gekauft werden dürfen?
Welche Vorteile bringt mir als Züchter die Mitgliedschaft in der IG?
Wie unterstützt die IG ihre Mitglieder?
Was regelt die IG und was nicht?
Ich möchte Mitglied der IG werden!

Prävention von HCM

Wie kann sekundäre HCM vermieden werden?
Kann ich durch Ernährung sekundäre HCM vermeiden?
Expertenmeinung zur Ernährung
Bewährte Tipps zur Ernährungsumstellung

Sonstige Fragen

Ich habe eine Frage, die nicht von den F.A.Q. abgedeckt ist

Warum ist es wichtig, die Schallergebnisse zu veröffentlichen?

Ich schalle meine Tiere und meine Kittenkäufer erhalten auch Kopien von den Befunden. Reicht das denn nicht aus?

Man kann jedes einzelne Schallergebnis mit einem Puzzleteilchen vergleichen. Viele Teilchen ergeben ein großes Bild - nämlich den Überblick. Und dieser ist wichtig für die eigene als auch für andere Zuchten. Man erlangt Erkenntnis darüber, welche Linien vielleicht belastet und welche besonders herzgesund sind.

Andere Züchter, die mit den gleichen Linien züchten, können bei einem auffälligen Befund entsprechend reagieren.

Beachten Sie bitte hierzu auch folgenden Auszug aus dem Gutachten zur Auslegung von § 11(b) TSchG:

    Die Zusammenführung aller Daten über die einzelnen Zuchttiere und die Population ist für eine züchterische Auswertung notwendig.

    Ohne das ausschließende Ergebnis einer Erbanalyse auf wichtige Defektgene ist jedes Zuchttier als möglicher Anlagenträger anzusehen.”
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Wie wichtig es ist, die Schallergebnisse zu veröffentlichen zeigt das Beispiel dieser real existierenden Maine Coon Katze, deren Schallbefunde wir der öffentlich zugänglichen Datenbank von pawpeds.com entnommen haben:

    Diese Katze wurde zweimal, im Alter von 2.6.24 [Jahre.Monate.Tage] und im Alter von 4.6.6 mit dem Resultat normal geschallt.
    Würden Sie irgendwelche Bedenken haben, mit dieser Katze zu züchten?

    So lange Sie nichts über die Vorfahren dieser Katze wissen, würden Sie sicherlich davon ausgehen, eine gute und wertvolle Zuchtkatze (in Hinblick auf HCM) zu besitzen und diese entsprechend der Richtlinien sogar als Partner für eine HCM equivocal geschallte Katze oder einer Katze mit HCM auffälliger enger Verwandtschaft einsetzen.

    Betrachtet man aber die Eltern dieser Katze, so wurde das Muttertier im Alter von 5.5.29 equivocal geschallt und im Alter von 6.8.12 mit dem Resultat milde HCM.
    Das Vatertier der Katze wurde erstmals geschallt im Alter von 1.0.11 [Jahre.Monate.Tage] mit dem Resultat "normal".
    Danach wurde die Katze ein zweites Mal geschallt im Alter von 2.2.28 erneut mit dem Resultat normal.
    Beim dritten Herzultraschall im Alter von 2.7.24 zeigte der Befund dagegen das Ergebnis equivocal.
    Der dritte und vierte Schall im Alter von 3.10.6 sowie 4.10.14 ergab jedoch einen HCM moderate Befund.
    Das Wissen um die Schallbefunde der Elterntiere veranlasst den auf Transparenz bedachten Züchter, dieses Zuchttier einzuordnen unter Tiere bei deren naher Verwandtschaft HCM diagnostiziert wurde und es entsprechend der Richtlinien nur sehr vorsichtig und in der Verpaarung mit einem Tier aus zweifelsfreien Linien einzusetzen.

Erleichtert in weiterer Folge auch die Suche nach neuen Katzen bzw. Deckkatern.

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Notwendigkeit zur Veröffentlichung von HCM-Befundeen

Nur durch die Veröffentlichung der HCM-Schallergebnisse und HCM-Gentests, soweit rassespezifisch erhältlich, wird die Einrichtung eines HCM-Gesundheitsprogramms in der Rassekatzenzucht möglich gemacht. Beachten Sie hierzu bitte auch die diesbezüglichen Hinweise im Gutachten zur Auslegung von § 11(b) TSchG.

Auszug aus dem Gutachten zur Auslegung von § 11(b) TSchG:

    Eine vollständige wahrheitsgetreue Erfassung und Dokumentation aller auftretenden Defekte und Erbkrankheiten ist Voraussetzung für die Erkennung von Ursachen, für den Aussagewert genetischer Untersuchungen sowie für die zu ergreifenden Maßnahmen. Derzeit ist ein zuverlässiges Erfassungssystem noch nicht überall vorhanden.

    Merkmalsträger und, soweit möglich, auch Anlagenträger sollten vom Züchter, der Zuchtorganisation, insbesondere vom Zuchtwart, erfasst und dokumentiert werden. Da verschiedene Organisationen an der Erhebung der Daten beteiligt sind, ist eine Abstimmung zwischen ihnen erforderlich. Die Zusammenführung aller Daten über die einzelnen Zuchttiere und die Population ist für eine züchterische Auswertung notwendig.

    Eine wesentliche Voraussetzung für diese Zusammenführung ist die Verwendung einer einheitlichen Kennzeichnung für Zuchtstätten und Tiere.
    Zur Verminderung der Fehlerquoten bei der Erfassung und damit zur Erhöhung der Aussagesicherheit ist außerdem eine klare Definition der Merkmale wichtig. Tiere, die defekte Nachkommen haben, müssen in der Regel als Anlagenträger gelten. Auch sie müssen registriert und von der Zucht fern gehalten werden. Unter Umständen sind diese Tiere für die Durchführung von Untersuchungsprogrammen notwendig.
    Für eine Reihe von Merkmalen bzw. Merkmalskomplexen sind noch weitere Untersuchungen erforderlich, bei denen eine weitestgehende Zusammenarbeit zwischen Züchtern, Züchterorganisationen, Tierärzten und Genetikern notwendig ist.

    Ohne das ausschließende Ergebnis einer Erbanalyse auf wichtige Defektgene ist jedes Zuchttier als möglicher Anlagenträger anzusehen. Die Diskriminierung eines Zuchtbestandes wegen eines aufgetretenen Erbfehlers ist sachlich nicht gerechtfertigt.”

Sehr gut erklärt ist das Wesen und die Erfordernis eines Gesundheitsprogramms auch auf der Seite Pawpeds.com

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Die Veröffentlichung von Schallergebnissen ist möglich bei folgenden Datenbanken:

Für alle Rassen:

  • bei pawpeds.com -
    Die Eintragung erfolgt entweder direkt durch den Veterinär (er wird Sie darüber informieren) oder Sie können die Schallergebnisse der bei Pawpeds gelisteten Ärzte (Übersicht hier) selbst einsenden an die .
    Beachten Sie bitte
    , dass nur Schallergebnisse von bei Pawpeds gelisteten Ärzten in der Database berücksichtigt werden.
  • bei hcmfoundation.com -
    Die Eintragung erfolgt durch Einsendung der Schallergebnisse an die .
    Beachten Sie bitte
    , dass in dieser Übersicht Schallergebnisse von ALLEN Veterinären auch ohne Fachtierarzt und Zertifizierung eingetragen werden.
  • bei hcmtest.com -
    Die Eintragung erfolgt durch Einsendung der Schallergebnisse an die .
    Beachten Sie bitte
    , dass in dieser Übersicht Schallergebnisse von ALLEN Veterinären auch ohne Fachtierarzt und Zertifizierung eingetragen werden.
  • bei herz-katzen.de -
    Die Eintragung erfolgt auf .
    Beachten Sie bitte, dass in dieser Übersicht Schallergebnisse von ALLEN Veterinären auch ohne Fachtierarzt und Zertifizierung eingetragen werden.
  • bei gesundheit.mcats.de
    Die Eintragung erfolgt durch Einsendung der Schallergebnisse an die .
    mcats.de bietet zwei Datenbanken:
    Eine Datenbank für HCM-Schallergebnisse von Maine Coon Katzen
    Eine Datenbank für HCM-Schallergebnisse von allen anderen Rassen
    Beachten Sie bitte, dass in dieser Übersicht Schallergebnisse von ALLEN Fachtierärzten auch ohne Zertifizierung eingetragen werden, ein Hinweis auf eine ggf. vorliegende Zertifizierung befindet sich jedoch bei jedem Befund.
  • bei der IG Herzgesunde Katze -

Für Britisch Kurzhaar, Maine Coon, Neva Masquerade, Norwegische Waldkatzen, Perser, Ragdoll und Sibirische Katzen:

  • bei kfg.de

    Beachten Sie bitte
    , dass in dieser Übersicht Schallergebnisse von ALLEN Fachtierärzten auch ohne Zertifizierung eingetragen werden.

Für Maine Coon, Norwegische Waldkatzen und Sibirische Katzen:

  • bei hcm-info.forum6.biz - .
    Beachten Sie bitte
    , dass in dieser Übersicht Schallergebnisse von Fachtierarzt auch ohne Zertifizierung eingetragen werden.

Für Maine Coon Katzen:

  • bei mcats.de
    Die Eintragung erfolgt durch die Einsendung der Schallergebnisse an die hier genannte Adresse.
    Beachten Sie bitte
    , dass in dieser Übersicht Schallergebnisse von ALLEN Fachtierärzten auch ohne Zertifizierung eingetragen werden, ein Hinweis auf eine ggf. vorliegende Zertifizierung befindet sich jedoch bei jedem Befund.

Für Norwegische Waldkatzen:

  • bei winterfyre.com
    Die Eintragung erfolgt durch die Einsendung der Schallergebnisse an die .
    Beachten Sie bitte
    , dass in dieser Übersicht NUR Schallergebnisse von zertifizierten Veterinären anerkannt werden.

Für Sibirische Katzen und Neva Masquerade:

  • bei gesunde-rassekatzen.de
    Die Eintragung erfolgt durch Einsendung der Schallergebnisse an die .
    Beachten Sie bitte
    , dass in dieser Übersicht Schallergebnisse von ALLEN Veterinären auch ohne Fachtierarzt und Zertifizierung eingetragen werden.

Für Katzenbesitzer in der Tschechischen Republik

  • bei hcm-pkd-databaze-kocek.czweb.org
    Die Eintragung erfolgt durch Einsendung der Schallergebnisse an die .
    Beachten Sie bitte
    , dass in dieser Übersicht Schallergebnisse von ALLEN Veterinären auch ohne Fachtierarzt und Zertifizierung eingetragen werden.
  • bei Databáze webu kočky Adélky LINK (wird seit 2009 nicht mehr aktualisiert)
    Beachten Sie bitte, dass in dieser Übersicht Schallergebnisse von ALLEN Veterinären auch ohne Fachtierarzt und Zertifizierung eingetragen wurden.

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HCM und Gene

Die Mutation einer einzigen Base (Molekülbaustein innerhalb eines Gens) verändert die Struktur des Proteins und resultiert in der fehlerhaften Ausbildung der Myofibrillen des Herzmuskels. Defekte Myofibrillen kontrahieren nicht korrekt, wodurch die intakten Muskelfasern einer höheren Belastung ausgesetzt sind, um die Herzfunktion aufrecht zu erhalten. Als Reaktion darauf vergrößern sich die Herzmuskelzellen, wodurch es zu einer Vergrößerung des Herzmuskels kommt.
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Alle drei bei Katzen bekannten Mutationen, welche HCM auslösen können, befinden sich zudem alle nur im Gen für das Myosin bindende Protein C (MYBPC3).
Die genaue wissenschaftliche Bezeichnung lautet A31P, G>C (Maine Coon, Mutation 1), A74T, G>A (Maine Coon, Mutation 2) und R820W, C>T (Ragdoll Mutation).(Biofocus)
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Beim Menschen sind dagegen “über 200 Gendefekte auf insgesamt zehn Genen, die Proteine des kardialen Sarkomers kodieren, ... bekannt” und “die wichtigsten Defekte ... liegen im Aufbau der beta-myosin heavy chain (ein Myosinfilament, der erste identifizierte Gendefekt), im myosinbinding protein C und im Troponin-T” (Wikipedia)

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Gentests

Die Aussagekraft von Gentests auf HCM wird derzeit nach Veröffentlichung von aktuellen Studien über über die beiden, für die Rasse Maine Coon verfügbaren Gentests kontrovers diskutiert.

In Bezug auf andere Rassen als der Maine Coon und Ragdoll scheint ein Gentest überhaupt keine Aussagekraft zu haben. Dies zeigt diese französische Studie (beachten Sie bitte Seite 158 Table 1) am Beispiel eines für Maine Coon verfügbaren Tests.

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Für diese Studie wurden 3757 Katzen unterschiedlichster Rassen per Gentest untersucht.

Von den 2744 getesteten Maine Coons waren 41,5% rein- oder mischerbig für die als HCM mit-auslösend vermutete Mutation.

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Dagegen wurde diese Mutation bei den dort getesteten 1013 Katzen anderer Rassen nur ein einziges Mal aufgespürt.
Dies war der Fall bei einer Britisch Kurzhaar Katze.

Eine Kurzzusammenfassung zum Thema Gentests und aktuelle Studien durch Dr. Kresken finden Sie hier.

In einer Studie von Schinner et al 2008 wurden 83 Maine Coons auf das Gen A31P untersucht:

    21,7 % positiver Gentest davon

    83,3 % gesunde Tiere

    16,7 % HCM erkrankte Tiere

    78,3% negativer Gentest davon

    86,1 % gesunde Tiere

    13,9 % erkrankte Tiere

Bezüglich des A74T-Gens wurden 79 Maine Coon untersucht:

    35,4 % positiver Gentest davon

    78,6 % gesunde Tiere

    21,4 % HCM erkrankte Tiere

Von allen HCM erkrankten Tieren trugen insgesamt nur 23,5 % eine Mutation des A74T-Gens.

Die Studie von Christel Schinner et. al. im Volltext finden Sie hier.

Die Ergebnisse von Schinner et.al. werden aktuell durch eine weitere französische Studie gestützt.

Alle drei bei Katzen bekannten Mutationen, welche HCM auslösen können, befinden sich zudem alle nur im Gen für das Myosin bindende Protein C (MYBPC3).
Die genaue wissenschaftliche Bezeichnung lautet A31P, G>C (Maine Coon, Mutation 1), A74T, G>A (Maine Coon, Mutation 2) und R820W, C>T (Ragdoll Mutation).

    “Die Mutation einer einzigen Base (Molekülbaustein innerhalb eines Gens) verändert die Struktur des Proteins und resultiert in der fehlerhaften Ausbildung der Myofibrillen des Herzmuskels. Defekte Myofibrillen kontrahieren nicht korrekt, wodurch die intakten Muskelfasern einer höheren Belastung ausgesetzt sind, um die Herzfunktion aufrecht zu erhalten. Als Reaktion darauf vergrößern sich die Herzmuskelzellen, wodurch es zu einer Vergrößerung des Herzmuskels kommt.” (Biofocus)

Vor dem Hintergrund, dass alle drei bekannten Mutationen sich alle nur auf einem Gen befinden, bietet sich an, vergleichend die Situation beim Menschen zu betrachten.
Die genetische Disposition für Hypertrophe Kardiomyopathie ist beim Menschen erheblich besser erforscht.
Wie ähnlich sich gerade Mensch und Katze in ihrem Genom sind, hat die Forschung des französischen Biologen Dr. Marc Peterschmitt zur Genetik der bei Norwegischen Waldkatzen vorkommenden Fellfarbe Amber ergeben.

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Während sich die Mutationen, welche zur Ausprägung einer falben bis rötlichen Haarfarbe führen, bei sehr vielen Säugetieren (Hund, Kaninchen, Maus, Pferd, Schwein, Ziege) sowie beim Huhn zwar auf dem gleichen Gen (“Extension locus”) befinden, allerdings auf sehr unterschiedlichen Genorten, sind die Mensch (rote Haare) und Katze (Amber) betreffenden Mutationen nahezu deckungsgleich am selben Ort des Gens angesiedelt. (Quelle)
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Wenn sich Katze und Mensch schon in solchen Feinheiten so sehr gleichen, weshalb sollten sich dann bei der Katze die HCM auslösenden Genmutationen nur auf ein einziges Gen (cardiac myosin binding protein) und dort je Rasse nur auf zwei Genorte (Maine Coon) bzw. sogar nur einen Genort (Ragdoll) beschränken, wenn beim Menschen “über 200 Gendefekte auf insgesamt zehn Genen, die Proteine des kardialen Sarkomers kodieren, ... bekannt [sind]” und “die wichtigsten Defekte [beim Menschen] (über 50 %) ... im Aufbau der beta-myosin heavy chain (ein Myosinfilament, der erste identifizierte Gendefekt), im myosinbinding protein C und im Troponin-T [liegen]” ? (Wikipedia)

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Sinn von Gentests

Bei den Rassen, für welche die derzeit verfügbaren Gentests angeboten werden, Maine Coon und Ragdoll, reicht der Gentest als alleinige Zuchtuntersuchung nicht aus, um ausreichend Sicherheit zu erhalten, wie vor allem die Praxis der Kardiologen aber auch die jüngsten Studien gezeigt haben.

    “Das Vorliegen einer Mutation bei einer Katze bedeutet aber nicht automatisch,
    dass sie auch an einer HCM erkranken wird.
    Hierfür gibt es zwei Gründe

    • Katzen mit homozygotem Testergebnis (HCM/HCM) leben
      Nach Einführung des Gentests gab es plötzlich homozygote HCM-Katzen, die lebten! Schon diese einfache Tatsache lässt den Rückschluss zu, dass das Gen bei diesen Katzen keine 100%ige Penetranz oder ausreichende Expressivität besitzen kann.
    • Genetisch negative Katzen (N/N) sind im Ultraschall sichtbar erkrankt
      Dr. Kresken

Auch die Labore, welche die Tests anbietenden schränken die Aussagekraft der Tests in ihren Informationstexten deutlich ein:

    “Es ist zu beachten, dass es vermutlich weitere Mutationen gibt, die ursächlich für HCM sind. d. h. wenn eine Katze, im Gentest bei beiden bislang gefundenen Mutationen, als frei getestet wurde, besteht dennoch ein Risiko, dass sie an HCM erkranken kann.” Laboklin

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    “Der Gentest gibt Auskunft über die Veranlagung, in naher Zukunft eine HCM ausbilden zu können. Er sagt nicht, ob das Tier aktuell an HCM erkrankt ist – dies wird über eine Ultraschalluntersuchung festgestellt. Zweifellos ist es wichtig, über die genetische Veranlagung seiner Tiere bescheid zu wissen und sich bei einem positiven Gentest veterinärmedizinisch beraten zu lassen und die Pflegebedingungen entsprechend auszurichten. Die weitere besondere Bedeutung des Gentests kommt der züchterischen Anwendung zu. Der Züchter kann unter Berücksichtigung der Information über die genetische Veranlagung mögliche Anpaarungen genau planen.
    Der Gentest gibt eine eindeutige Auskunft über das Vorliegen der genannten Mutationen im MYBPC3-Gen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Mutation unter Umständen an der Ausprägung einer HCM beteiligt sind. Bei einem negativen Gentest kann daher nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden, dass das Tier, bedingt durch andere Ursachen, im Laufe seines Lebens keine HCM ausbildet.” Biofocus
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    Die ... echokardiographische Untersuchung stellt weiterhin den Goldstandard zur Zuchtauslese dar.” Schinner et. al.

Die Züchter der Rassen, für welche HCM-Gentests derzeit angeboten werden, in der IG empfehlen eine Kombination aus dem HCM-Schall als Goldstandard und den Gentests zusätzlich um zumindest die bekannten Mutationen von der Vererbung auszuschließen. Ganz im Sinne des § 11 (b) TSchG fühlen sie sich verpflichtet, zumindest für diese Mutationen ausschließen zu können, kranke Tiere zu verursachen.

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Zumindest für eine Übergangszeit wird aber auch der Einsatz von heterozygoten HCM-Trägern (tragen ein mutiertes Gen und ein normales Gen) mit normalen Herzschall-Befunden in Verpaarungen von ebenso unauffälligen homozygot merkmalsfreien Tieren im Sinne der Erhaltung eines vielfältigen Genpools nicht auszuschließen sein.

Bei solchen Verpaarungen sollten die Nachkommen welche mit 50% Wahrscheinlichkeit das mutierte Gen erhalten haben, ebenfalls getestet werden und nur merkmalsfreie (N/N) Tiere in der Weiterzucht eingesetzt werden, während die zukünftigen Besitzer der vorzugsweise frühkastrierten oder nur unter Kastrationsauflage abgegebenen heterozygoten HCM-Träger unbedingt über das Ergebnis des Gentests zu informieren sind.

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Wie kann ich den Stammbaum meiner Katze am besten
auf HCM-Fälle kontrollieren?

Beachten Sie bitte unsere hilfreichen Hinweise.

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Wie erfahre ich, ob eine Katze, die ich verkauft habe,
an HCM erkrankt oder verstorben ist?

Die IG empfiehlt Züchtern, im Kaufvertrag einen Passus auf zunehmen, dass jeder Verdacht auf HCM an den Züchter gemeldet werden muss und bei Todesfall die Katze bei Verdacht auf HCM auf jeden Fall obduziert werden muss.

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Was soll ich tun, wenn in der Linie meiner Zuchtkatze HCM aufgetreten ist?

Wenn in der Linie Ihrer Zuchtkatze ein HCM-Fall auftritt, lassen Sie Ihre Katze umgehend von einem zertifizierten Kardiologen schallen, falls noch nicht geschehen.

Kontrollieren Sie den Stammbaum der Katze auf weitere HCM-Fälle.

Mit nur einem HCM-Fall in der nahen Verwandtschaft können Sie die Katze gemäß den Richtlinien zur Qualitätssicherung unter Beachtung der dort aufgeführten Regeln zur Zucht einsetzen.
Mehrere HCM-Fälle in der nahen Verwandtschaft bedeuten jedoch gemäß der Richtlinien den Zuchtausschluss.

Hat Ihre Katze bereits Nachwuchs (gezeugt), so informieren Sie umgehend die Besitzer dieser Katzen und empfehlen Sie ihnen, regelmäßig das Blut der Katzen auf den kardialen Parameter NT pro BNP (IDEXX Laboratories, Laboklin) untersuchen und/oder das Herz der Katzen beim Kardiologen schallen zu lassen.

Diese Informationspflicht gilt natürlich in gleichem Maße für Kitten, die gemäß der Richtlinien mit einer Katze mit einem HCM-Fall in der nahen Verwandtschaft gezeugt wurden.

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Der Herzultraschall meiner eigenen Zuchtkatze war auffällig -
was muss ich veranlassen?

Ausschlussdiagnose bei auffälligem HCM-Schall

Man muss Herzverdickungen in zwei Gruppen einteilen. Die eigentliche HCM ist erblich (Primäre HCM). Das bedeutet, der Defekt liegt im Herzmuskel und wird von einem Elterntier vererbt. Zum anderen gibt es die so genannte sekundäre HCM – oder erworbene HCM. Es gibt einige Krankheiten die das Herz durch Druck oder hormonelle Stimulation so sehr belasten, dass ein ähnlicher Effekt wie bei der erblich bedingten HCM entstehen kann. Dies können z. B. Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankungen, Verengungen der Aorta, Diabetes oder auch Chronisches Nierenversagen sein.
Beachten Sie hierzu bitte auch unsere Informationen zur sekundären HCM.
Aus diesem Grund sollten bei jeder Katze, die ultrasonographisch als hypertroph diagnostiziert wird, folgende Untersuchungen zur Abklärung sekundärer Ursachen eingeleitet werden:

  • Blutdruckmessung
  • Bestimmung von T4 (Schilddrüsenhormon)
  • Messen der Nierenwerte, im Zweifelsfall Untersuchung des Urins
  • Bestimmung des Blutzuckers
  • evtl. STH-Messung (Wachstumshormon bei Tumoren im Gehirn).

Sind diese Parameter unauffällig, kann man von einer primären HCM sprechen. Die o.g. Untersuchungen durchzuführen ist auch deshalb notwendig, da man die eventuell zugrunde liegende Erkrankung natürlich ebenfalls behandeln muss.
Der Begriff HCM steht im weiteren nur für die primäre erbliche Form.

© 2012 Gabi Bauernfeind, http://www.theelthalcoons.com/

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Frau Dr. med. vet. Suchfort (Praxis für Tierkardiologie und Ultraschalldiagnostik in München) schreibt, dass sekundäre Herzmuskelerkrankungen auch die Folge von Entzündungen sein können. Ebenso können auch Infektionen mit den Erregern des Katzenschnupfenkomplexes eine Endo-Myokarditis auslösen. Sie schreibt, auch Bakterien, Pilze sowie Parasiten können den Herzmuskel schädigen.
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Was auch zu bedenken ist, auch Taurinmangel kann eine Kardiomyopathie auslösen! Es ist zwar dann eine DCM, die aber im Endstadium aussieht wie eine HCM und wird deshalb sehr schnell auch als solche diagnostiziert. Es heißt, dass es heutzutage keine DCM aufgrund von Taurinmangel mehr gibt, da Taurin zugefüttert wird. Aber wie ich bei meinen Recherchen diesbezüglich nachgelesen habe, kann es sehr wohl noch einen Taurinmangel geben. In ihrer Doktorarbeit schreibt Annett Skorka, Tierärztin in Berlin: „Bei der Katze haben Forschungen über den mikrobiellen Abbau von Taurin durch Darmbakterien ergeben, dass Escherichia coli und Salmonella tallahassee in der Lage sind, Taurin oder auch Taurocholsäure als alleinige Quelle für Stickstoff zu nutzen (KEARNS und SUNVOLD, 1996)“ !!! D. h. Katzen, deren E.Coli Wert über längere Zeit erhöht ist, können durchaus einen Taurinmangel haben und eine DCM entwickeln.

© 2012 Renate Gebel, http://www.wild-tulip.de/

Information der Nachzucht-Besitzer und Zuchtmanagement

Hat Ihre Katze bereits Nachwuchs (gezeugt), so informieren Sie umgehend die Besitzer dieser Katzen und empfehlen Sie ihnen, regelmäßig das Blut der Katzen auf den kardialen Parameter NT pro BNP (Link) untersuchen und/oder das Herz der Katzen beim Kardiologen schallen zu lassen.

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Lautet der HCM-Schallbefund Ihrer Zuchtkatze “equivocal”, so können Sie die Katze gemäß den Richtlinien zur Qualitätssicherung unter Beachtung der dort aufgeführten Regeln zur Zucht einsetzen.
Ein HCM-Fall in der nahen Verwandtschaft zusätzlich bedeutet jedoch gemäß der Richtlinien den Zuchtausschluss für diese Katze.
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Lautet der HCM-Schallbefund Ihrer Zuchtkatze “mild”, “moderate” oder “severe” so bedeutet dies gemäß der Richtlinien den Zuchausschluss für diese Katze, und zwar gleichgültig, ob ein Verdacht auf eine primär-idiopathische oder sekundär-erworbene HCM vorliegt.

Nachkommen Ihrer Zuchtkatze können Sie gemäß den Richtlinien zur Qualitätssicherung unter Beachtung der dort aufgeführten Regeln zur Zucht einsetzen.

Die oben erwähnte Informationspflicht für Besitzer der Nachzuchten gilt natürlich in gleichem Maße für Kitten, die gemäß der Richtlinien mit einer Katze mit equivocal Befund oder mit einem HCM-Fall in der nahen Verwandtschaft gezeugt wurden.

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Der Herzultraschall eines meiner ehemaligen Kitten war auffällig -
was muss ich veranlassen?

Verifizierung des Schallergebnisses

Legen Sie zunächst den Besitzern der Katze dringend ans Herz, den Schallbefund, sofern nicht bereits geschehen, von einem zertifizierten Kardiologen überprüfen zu lassen.
Leider sind den Mitgliedern der IG einige Fälle von falsch positiven Schallbefunden nicht zertifizierter Kardiologen bekannt, die sich auch nach mehrmaligen Kontrolluntersuchungen bei unterschiedlichen zertifizierten Kardiologen so nicht bestätigt haben.

Ausschlussdiagnose bei auffälligem HCM-Schall

Man muss Herzverdickungen in zwei Gruppen einteilen. Die eigentliche HCM ist erblich (Primäre HCM). Das bedeutet, der Defekt liegt im Herzmuskel und wird von einem Elterntier vererbt. Zum anderen gibt es die so genannte sekundäre HCM – oder erworbene HCM. Es gibt einige Krankheiten die das Herz durch Druck oder hormonelle Stimulation so sehr belasten, dass ein ähnlicher Effekt wie bei der erblich bedingten HCM entstehen kann. Dies können z. B. Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankungen, Verengungen der Aorta, Diabetes oder auch Chronisches Nierenversagen sein. Aus diesem Grund sollten bei jeder Katze, die ultrasonographisch als hypertroph diagnostiziert wird, folgende Untersuchungen zur Abklärung sekundärer Ursachen eingeleitet werden:

  • Blutdruckmessung
  • Bestimmung von T4 (Schilddrüsenhormon)
  • Messen der Nierenwerte, im Zweifelsfall Untersuchung des Urins
  • Bestimmung des Blutzuckers
  • evtl. STH-Messung (Wachstumshormon bei Tumoren im Gehirn).

Sind diese Parameter unauffällig, kann man von einer primären HCM sprechen. Die o.g. Untersuchungen durchzuführen ist auch deshalb notwendig, da man die eventuell zugrunde liegende Erkrankung natürlich ebenfalls behandeln muss.
Der Begriff HCM steht im weiteren nur für die primäre erbliche Form.

© 2012 Gabi Bauernfeind, http://www.theelthalcoons.com/

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Frau Dr. med. vet. Suchfort (Praxis für Tierkardiologie und Ultraschalldiagnostik in München) schreibt, dass sekundäre Herzmuskelerkrankungen auch die Folge von Entzündungen sein können. Ebenso können auch Infektionen mit den Erregern des Katzenschnupfenkomplexes eine Endo-Myokarditis auslösen. Sie schreibt, auch Bakterien, Pilze sowie Parasiten können den Herzmuskel schädigen.
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Was auch zu bedenken ist, auch Taurinmangel kann eine Kardiomyopathie auslösen! Es ist zwar dann eine DCM, die aber im Endstadium aussieht wie eine HCM und wird deshalb sehr schnell auch als solche diagnostiziert. Es heißt, dass es heutzutage keine DCM aufgrund von Taurinmangel mehr gibt, da Taurin zugefüttert wird. Aber wie ich bei meinen Recherchen diesbezüglich nachgelesen habe, kann es sehr wohl noch einen Taurinmangel geben. In ihrer Doktorarbeit schreibt Annett Skorka, Tierärztin in Berlin: „Bei der Katze haben Forschungen über den mikrobiellen Abbau von Taurin durch Darmbakterien ergeben, dass Escherichia coli und Salmonella tallahassee in der Lage sind, Taurin oder auch Taurocholsäure als alleinige Quelle für Stickstoff zu nutzen (KEARNS und SUNVOLD, 1996)“ !!! D. h. Katzen, deren E.Coli Wert über längere Zeit erhöht ist, können durchaus einen Taurinmangel haben und eine DCM entwickeln.

© 2012 Renate Gebel, http://www.wild-tulip.de/

Information der Nachzucht-Besitzer und Zuchtmanagement

Informieren Sie umgehend die Besitzer der Voll- und Halbgeschwister dieser Katzen und empfehlen Sie ihnen, regelmäßig das Blut der Katzen auf den kardialen Parameter NT pro BNP (IDEXX Laboratories, Laboklin) untersuchen und/oder das Herz der Katzen beim Kardiologen schallen zu lassen.

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Lautet der HCM-Schallbefund Ihrer Zuchtkatze, aus welcher dieser HCM-Fall hervorging “normal” im Alter von mehr als drei Jahren, so können Sie die Katze gemäß den Richtlinien zur Qualitätssicherung unter Beachtung der dort aufgeführten Regeln zur Zucht einsetzen.
Ein HCM-Fall in der nahen Verwandtschaft zusätzlich bedeutet jedoch gemäß der Richtlinien den Zuchtausschluss für diese Katze.

Nachkommen Ihrer Zuchtkatze können Sie gemäß den Richtlinien zur Qualitätssicherung unter Beachtung der dort aufgeführten Regeln zur Zucht einsetzen.

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Anforderungen der IG an (Neu)Mitglieder

Um Mitglied der IG zu werden, müssen Züchter folgende Bedingungen erfüllen:

  • Nachweis der Mitgliedschaft in einem Zuchtverein
  • Einsendung des ausgefüllten und unterschriebenen Aufnahmeantrags mit dem Sie die Satzung und die Richtlinien zur Qualitätssicherung der IG anerkennen
  • Einsendung des ausgefüllten und unterschriebenen Zwingerbestandformulars
  • Einsendung der unterschriebenen Einverständniserklärung zur Veröffentlichung von Schallergebnissen

Die Durchführung und Veröffentlichung von HCM-Schalls wird erst und nur für diejenigen Zuchttiere erforderlich, welche aktiv zur Zucht eingesetzt werden.

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Jeder Züchter hat das dann selbst in der Hand, wie viele Verpaarungen er in einem Kalenderjahr machen möchte und nur entsprechend der geplanten Verpaarungen sind die Tiere gemäß Richtlinien zur Qualitätssicherung zu schallen. Je nach dem wie groß die Zucht ist und wie viele Verpaarungen es üblicherweise im Jahr gibt, bleibt die Anzahl der notwendigen Schalluntersuchungen durchaus überschaubar.

Beispiel 1:

Eine Cattery hat drei potente Zuchtkätzinnen (Dam1, Dam2, Dam3), einen Deckkater (Sire1), ein weibliches (Young1) und ein männliches Nachwuchstier (Young2) und zwei Kastraten (Neuter1, Neuter2).

Für 2012 sind zwei Verpaarungen geplant, beide mit dem Kater der Cattery: Dam1 x Sire1 und Dam2 x Sire1

Die Cattery muss nun folgende Tiere schallen:

  • Dam1,
  • Dam2 (die beiden Zuchtkätzinnen, welche eingedeckt werden sollen) und
  • Sire1 (der Deckkater welche sie belegen soll).

Nicht geschallt werden müssen:

  • Dam3 (die Zuchtkätzin, welche nicht eingedeckt werden soll) und
  • Young1 (das weibliche Nachwuchstier),
  • Young2 (das männliche Nachwuchstier) und
  • Neuter1,
  • Neuter2 (die beiden Kastraten)

Fazit: Obwohl die Cattery insgesamt 9 Tiere besitzt, braucht es unter den obigen Voraussetzungen im Jahr 2012 insgesamt nur 3 HCM-Schalls, um den Richtlinien der IG Herzgesunde Katze e. V. zu entsprechen.

Beispiel 2:

Eine Cattery hat drei potente Zuchtkätzinnen (Dam1, Dam2, Dam3), einen Deckkater (Sire1), ein weibliches (Young1) und ein männliches Nachwuchstier (Young2) und zwei Kastraten (Neuter1, Neuter2).

Für 2012 sind zwei Verpaarungen geplant, beide mit dem Kater der Cattery: Dam1 x Sire1 und Dam2 x Sire1

Leider ist der Nachwuchskater Young2 ein Frühentwickler und deckt anstelle des vorgesehenen Deckkater Sire1 eine der Zuchtkätzinnen.

Die andere Verpaarung wird planmäßig durchgeführt.

Cattery A. muss nun folgende Tiere schallen:

  • Dam1,
  • Dam2 (die beiden Zuchtkätzinnen, welche eingedeckt werden sollen),
  • Sire1 (der Deckkater) und
  • Young2 (der flinke Nachwuchskater).

Nicht geschallt werden müssen:

  • Dam3 (die Zuchtkätzin, welche nicht eingedeckt werden soll) und
  • Young1 (das weibliche Nachwuchstier) und,
  • Neuter1,
  • Neuter2 (die beiden Kastraten)

Fazit: Obwohl die Cattery insgesamt 9 Tiere besitzt, braucht es unter den obigen Voraussetzungen im Jahr 2012 insgesamt nur 4 HCM-Schalls, um den Richtlinien der IG Herzgesunde Katze e. V. zu entsprechen.

Beispiel 3:

Für 2013 plant die gleiche Cattery nun drei Verpaarungen, eine davon eine Fremddeckung (Foreign1), denn leider hatte Dam1 in der Verpaarung mit dem Kater Sire1 der Cattery in 2012 nicht aufgenommen..

Folgende Verpaarungen sind geplant:

  • Dam1 x Foreign1,
  • Dam3 x Sire1 und
  • Young1 x Sire1.

Die Tiere Dam1 und Sire1 waren bereits 2012 geschallt, sie müssen also 2013 nicht geschallt werden und können dennoch zur Zucht herangezogen werden.

Die Tiere Dam3 und Young1 sind noch nicht geschallt, sie müssen also 2013 vor der Verpaarung geschallt werden.

Das Tier Foreign1 ist im Besitz einer anderen Cattery und wird im Normalfall dort geschallt worden sein.

Fazit: Um drei Verpaarungen durchzuführen, braucht die Cattery im Jahr 2013 nur zwei HCM-Schalls.

usw.

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Anforderungen der IG an Fremddeckungen

Wenn Sie keinen eigenen Kater besitzen und auf Fremddeckungen angewiesen sind, hat die IG einen “5-Punkte-Fahrplan” für Sie entwickelt, den Sie bitte Punkt für Punkt abgearbeiten sollten:

  1. Bitte suchen Sie zunächst nach einem geschallten Deckkater.
    Ihr erster Blick sollte auf die Deckkaterliste der IG fallen.
    Wenn es dort keine Kater Ihrer Rasse gibt, bemühen Sie bitte die google-Suchfunktionen. Wenn man die Suchbegriffe geschickt wählt und zu den gewünschten Rasse- und Farbbezeichnungen auch noch Namen zertifizierter Kardiologen nutzt, ergeben sich mitunter überraschende Treffer.
    Als weiteren Schritt schauen Sie bitte bei den Zuchtverbänden, welche Schallpflicht vorsehen nach, Hinweise auf die Rassen, welche HCM-Schalluntersuchungen von Vereinsseite vorgeschrieben haben, finden Sie auf unserer Seite So hilft die IG.
    Zuletzt bitten Sie Vereinskameraden, z.B. via Forum, Ihnen bei der Suche zu helfen.
    (Bitte dokumentieren Sie Ihre Maßnahmen gemäß Schritt 1, indem Sie z.B. einfach Stichwortartig aufschreiben "IG Deckkaterliste - keine Somalis; google-Suche - keine geschallten Somalikater; Vereine - keine Schallpflicht für Somalis; Forum - keine Hinweise von Vereinskameraden")
    Ein Schall von einem nicht zertifizierten Kardiologen kann hier als Ausnahme vom Vorstand zugelassen werden.
  2. Wenn (ein) geschallte(r) Deckkater (in o.g. Quellen) verfügbar, aber nicht geeignet sind, schreiben Sie bitte eine kurze Begründung, warum diese(r) Deckkater nicht für Sie und Ihre Katze geeignet sind.
  3. Wenn Sie keine geschallten Deckkater finden, aber geeignete Deckkater, die (noch) nicht geschallt sind, bitten Sie den Deckkaterbesitzer darum, einen HCM-Schall durchführen zu lassen (bevorzugt bei einem zertifizierten Kardiologen).
    (Bitte dokumentieren Sie ihre Frage und die Antwort des Katerbesitzers, indem Sie z.B. die Mail mit der Frage kopieren oder ein Gedächtnisprotokoll des Telefonats anfertigen)
  4. Falls sich der Deckkaterbesitzer nicht auf Ihre Bitte gemäß Punkt 3 einlässt, bieten Sie ihm bitte an, sich anteilig an den Kosten des HCM-Schalls zu beteiligen.
    (Bitte dokumentieren Sie ihre Frage und die Antwort des Katerbesitzers, indem Sie z.B. die Mail mit der Frage kopieren oder ein Gedächtnisprotokoll des Telefonats anfertigen)
  5. Falls sich der Deckkaterbesitzer auch nicht auf Ihr Angebot gemäß Punkt 4 einlässt, bieten Sie ihm bitte an, die Kosten des HCM-Schalls komplett zu übernehmen.
    (Bitte dokumentieren Sie ihre Frage und die Antwort des Katerbesitzers, indem Sie z.B. die Mail mit der Frage kopieren oder ein Gedächtnisprotokoll des Telefonats anfertigen)

Unabhängig davon, ob diese Schritte mit oder ohne Erfolg geblieben sind (bitte denken Sie daran, diese Schritte zu dokumentieren), richten Sie bitte einen Antrag auf Ausnahmeregelung an den Vorstand und legen Sie ihre Dokumentation bei.

Eine sorgfältige und lückenlose Dokumentation der Schritte 1-5 vorausgesetzt, wird der Vorstand in dem Fall, dass der Deckkaterbesitzer selbst das großzügige Angebot gemäß Punkt 5 ausgeschlagen hat, dann auch für diesen Fall einer Ausnahme zustimmen.
Es ist jedoch zu hoffen, dass die oben aufgeführten Punkte in möglichst vielen Fällen zum Erfolg führen.

Bitte beachten Sie zu Fragen zu Fremddeckungen die Richtlinien zur Qualitätssicherung der IG und zögern Sie nicht, frühzeitig auf den Vorstand zuzugehen, der Sie gerne beratend begleiten wird.

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Vorgaben der IG zum Zukauf von Zuchtkitten

Gibt es von Seiten der IG Vorgaben, ob ich als IG Mitglied ein Kitten aus einer Cattery kaufen darf, die ihre Tiere nicht auf HCM schallt?

Nein, Sie können natürlich Kitten von ungeschallten Eltern kaufen, wichtig ist nur das Sie dann mit diesem vor der ersten Deckung zum Schallen gehen. Nicht alle Züchter haben schon Tiere von geschallten Eltern und es bleibt nicht aus, dass man auf Kitten ungeschallter Eltern zurückgreifen muss, auch um den Genpool nicht künstlich zu verkleinern.

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Umfang der Regeln der IG Herzgesunde Katze e.V.

Die Satzung der IG Herzgesunde Katze und die Richtlinien zur Qualitätssicherung stellen das allgemein verbindliche Regelwerk der IG dar.
Generell gilt, was nicht explizit verboten ist, ist erlaubt.
Auf diesem Grundsatz fußt unser gesamtes Rechtssystem, weshalb es auch für so etwas banales wie eine Vereinssatzung und Richtlinien zur Qualitätssicherung anzuwenden ist.
Wenn Ihnen etwas unklar erscheint, zögern Sie bitte nicht, nachzufragen!

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Welche Vorteile bringt die Mitgliedschaft in der IG für Züchter?

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Vermeidung sekundärer HCM

Die Frage nach der Vermeidung sekundärer HCM ist nicht ganz einfach zu beantworten, da es vielfältige Ursachen und unterschiedliche Grunderkrankungen für die sekundäre HCM gibt. Zu den Krankheiten, die sekundäre HCM auslösen, lesen Sie bitte hier.
Grundvoraussetzung ist eine ausgeglichene, gesunde Katze. Die erhält man gesund, indem man sie optimal ernährt und ihr möglichst wenig Stress zumutet. Optimale, artgerechte Ernährung versucht dem Vorbild der natürlichen Ernährung möglichst nahe zu kommen. Dies bedeutet: Hochwertiges Nassfutter und Rohfleisch, kein oder nur sehr begrenzt Trockenfutter. Alternativ B.A.R.F., was aber fachlicher Anleitung bedarf.
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Durch den Verzicht auf Trockenfutter kann auch der Flüssigkeitsbedarf der Katze sehr gut kontrolliert werden.
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Naturnah ernährte Katzen decken ihren Flüssigkeitsbedarf nahezu vollständig aus dem (Nass)Futter und Fleisch und trinken nur sehr selten. Trinkt eine artgerecht ernährte Katze plötzlich mehr, ist dies ein Warnzeichen für verschiedene Krankheiten wie Niereninsuffizienz, Diabetes. Durch die Ernährung mit Trockenfutter bzw. Nass/Trockenfutter gemischt beraubt man sich dieses wertvollen Frühindikators.
Die notwendige Zahnpflege kann durch moderate Zufütterung mit Trockenfleisch schonend für den Organismus der Katze erfolgen.
Eine regelmäßige Nierenuntersuchung, u. a. PKD-Schall, insbesondere für ältere Tiere ist angebracht, da Nierenprobleme oft in einer Myokarditis enden.
Regelmäßige Kontrolle, ob die Katze Parasiten hat. Keine prophylaktische Entwurmung, statt dessen regelmäßige Kotuntersuchungen veranlassen. Prophylaxe gegen Flöhe, Zecken u.ä. bevorzugt auf Basis ätherischer Öle (CDvet).

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Einfluss der Ernährung auf die Vermeidung sekundärer HCM

Leider halten sich einige Fehlinformationen über die artgerechte Ernährung der Katze unter vielen Katzenhaltern, Tierheimen, einigen Züchtern und sogar Tierärzten sehr hartnäckig – mit teilweise schwerwiegenden Auswirkungen auf die Gesundheit der Katze.

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Paragraph 2 Tierschutzgesetz verpflichtet Tierhalter nicht nur zur einer artgerechten Ernährung, sondern auch, sich die für eine angemessene Ernährung erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse anzueignen.
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Hierzu bedarf es zunächst grundlegender Kenntnis über die Ernährungsbedürfnisse unserer Hauskatzen.
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Alle unsere Haus- und Rassekatzen stammen, abgesehen von modernen Hybridzüchtungen wie Bengalen oder Savannah, in allen fünf gefundenen genetischen Hauptlinien ausschließlich und in direkter Linie von Felis silvestris lybica, der afrikanischen Falbkatze ab.
Diese höchst anpassungsfähigen Kleinräuber sind dadurch gekennzeichnet, dass sie trockene Habitate wie Steppen und Savannen bis hin zu echten Wüsten wie der Sahara tolerieren.
Unverkeimtes, genießbares Wasser gibt es in diesen Lebensräumen nur sehr beschränkt, so dass sich ihre Bewohner darauf hin spezialisiert haben, ihren Flüssigkeitsbedarf größtenteils nur über die Nahrung in Form von Beutetieren zu decken.
Diese über Hunderttausende von Jahren erworbene genetische Disposition steckt auch heute, „nur“ 10.000 Jahre nach der ersten Domestikation der Katze in Mesopotanien, Anatolien und Jordanien fest verwurzelt in unseren Haus- und Rassekatzen.
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Die natürliche Nahrung von Katzen besteht aus Beutetieren, vorzugsweise Kleinsäugern wie Mäuse, aber auch Vögel und Eidechsen werden nicht verschmäht.
Eine artgerechte Ernährung sollte den natürlichen Nahrungsquellen in der Zusammensetzung so nahe wie möglich kommen.
Betrachtet man Mäuse, üblicherweise die Hauptnahrungsquelle, so sind sie in ihrer Trockenmasse zusammengesetzt aus 3% Kohlenhydraten, 40% Protein und 50% Fett (Quelle) und enthalten ca. 65% -70% Feuchtigkeit.
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Vielfältige Studien belegen mittlerweile die negativen Auswirkungen von zu wenig Flüssigkeitsgehalt in der Nahrung von Hauskatzen. Idealerweise sollte das Futter der Katze ca. 70% Feuchtigkeit, wie in den natürlichen Beutetieren (Mäuse, Vögel, Eidechsen...) wildlebender Katzen enthalten.
Trotz der langen Zeit der Domestikation besitzen Katzen immer noch ein sehr gering ausgeprägtes Durstempfinden, was in ihrer Abstammung von der Wüsten bewohnenden afrikanischen Falbkatze begründet ist. (Quelle
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Im Gegensatz zu Hunden, aber auch zum Menschen, gleichen sie den Mangel an Flüssigkeit in der Nahrung, bedingt durch einen mehr oder weniger großen Trockenfutteranteil, nicht durch vermehrtes Trinken aus. Statt dessen trinken sie immer gleich viel, völlig unbeeindruckt davon, ob sie die entsprechende Menge Trockensubstanz in Verbindung mit Feuchtigkeit, also als Beutetier, Nassfutter oder Rohfleisch oder aber in Form von (anteiligem) Trockenfutter aufgenommen haben. (Quelle)
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Mehrere Studien haben zudem gezeigt, dass selbst bei vermehrtem Trinken Katzen nicht in der Lage sind, den durch Trockenfutter verursachten Flüssigkeitsmangel auszugleichen. (Quelle1, Quelle2)
Dr. Annette Schulz konnte in ihrer Dissertation darlegen, dass selbst bei identischer Gesamtflüssigkeitszufuhr bei der Fütterung mit Trockenfutter nur 54% des aufgenommenen Wassers als Urin ausgeschieden wurden, während es bei der Ernährung mit Feuchtfutter 67% waren. Als Grund ist die vermehrte Ausscheidung von Flüssigkeit über den Darm bei der Ernährung mit Trockenfutter anzusehen.
Da die meisten Katzen jedoch aufgrund genetischer Disposition (s. o.) den durch Trockenfutter gestörten Flüssigkeitshaushalt nicht ausgleichen, wie dies in dieser Studie simuliert wurde, verstärken sich die Effekte durch zu geringe Flüssigkeitszufuhr einerseits und vermehrten Flüssigkeitsverlust über den Darm zusätzlich noch.
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Bei Ernährung mit exakt dem gleichen Trockenfutter welches pur, mit weniger und mit mehr Wasser aufgequollen angeboten wurde, konnte in dieser Studie ein direkter Zusammenhang zwischen Wassergehalt im Futter und Urinmenge sowie spezifischem Uringewicht festgestellt werden.

Hieraus ergibt sich eine folgenschwere Kette an Ereignissen:

  • Je geringere Mengen an Urin produziert werden, umso weniger wird der Harntrakt durchgespült.
  • Je höher das spezifische Gewicht des Urins, umso eher fallen Kristalle aus, die sich zu Harngrieß und -steinen zusammenballen können.
  • Je geringere Mengen an Urin produziert werden, umso seltener entsteht Harndrang, der die Katze zum Toilettengang animiert. In der Folge steigen die Standzeiten des Urins in der Harnblase, was einerseits das Ausfallen von Kristallen und andererseits die Bildung von Bakterien begünstigt.

Alle diese Faktoren zusammengenommen schädigen auf Dauer die Nieren und den Harntrakt der Katze und führen im schlimmsten Fall zu Chronischem Nierenversagen (CNI) DER „Zivilisationskrankheit Nr. 1“ der heutigen Hauskatze!

Der idealerweise anzustrebende Feuchtigkeitsgehalt von 70% im Futter kann am einfachsten durch eine kombinierte Fütterung aus Feucht- und Rohfutter oder B.A.R.F. erreicht werden.

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Trockenfutter, dessen angeblich positive Wirkung zur Zahnreinigung ins Land der Märchen zu verweisen ist, wie unsere langjährige Erfahrung als Katzenbesitzer auch mittlerweile zahnloser Katzensenioren belegt (die Kroketten werden maximal einmal durchgebissen, meist jedoch am Stück verschluckt) sollte höchstens als Leckerchen in sparsamem Umfang gegeben werden.
Zur Gebissreinigung empfehlen sich vielmehr ca. Gulasch-große Fleischstücke, rohe Hühnerflügel oder –hälse sowie Trockenfleischwürfel.
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Eine nicht artgerechte Ernährung der Katze mit ausschließlich mit Trockenfutter oder mit einem erhöhten Trockenfutteranteil führt über Harnwegserkrankungen und CNI hinaus erwiesenermaßen zu vielfältigen Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck.

Hauptrisikofaktor für das Auftreten von Bluthochdruck und Diabetes ist Übergewicht.

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Übergewicht entsteht vor allem deshalb, weil Trockenfutter eine extrem hohe Energiedichte aufweist. Wildlebende Katzen ernähren sich über den ganzen Tag hinweg verteilt von Mäusen. Die Hauskatze möchte sich ähnlich ernähren und nimmt bei einem Gang zum Futternapf im Normalfall die Menge an Futter auf, die ein bis zwei Mäusen entspricht. Diese Futtermenge erzeugt bei der Katze ein angenehmes Sättigungsgefühl, sie putzt sich und legt sich zufrieden schlafen um nach einigen Stunden wieder diese Menge zu sich zu nehmen.
So lange es sich beim dargebotenen Futter um Nassfutter handelt, welches einen hohen Feuchtigkeitsgehalt von 70 bis 80% hat und eine entsprechend geringe Energiedichte, ist dieses natürliche Fressverhalten auch für den bewegungsarmen, kastrierten Stubentiger kein Problem, welches zu übermäßiger Gewichtszunahme führt.
Die der zwei-Mäuse-Portion entsprechende Menge an Trockenfutter enthält jedoch aufgrund des fehlenden Wassers eine ungleich höhere Energiedichte. Bei vielen Trockenfuttersorten ist hiermit bereits der Tagesbedarf an Energie mehr als gedeckt. Wird der Katze nun stets Trockenfutter zur freien Verfügung bereitgestellt, so nimmt sie, um ein natürliches Sättigungsgefühl zu erzeugen, stets mehr Futter aus, als sie benötigt.
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Versucht der Halter nun durch die Beschränkung der Trockenfuttermenge die Kalorienzufuhr seiner Katze zu beschränken, so bewirkt dies einerseits, dass die Katze das dargebotene Trockenfutter bis zum Erreichen des gewünschten Sättigungsgefühls fressen wird und – da dann nichts mehr übrig ist – den Rest des Tages zum Fasten verurteilt ist. Im Gegensatz zu Hunden vertragen insbesondere übergewichtige Katzen jedoch Fastenzeiten sehr schlecht, ganz abgesehen davon, dass der Besitzer einer fastenden Katze einen sehr schlecht gelauten Stubentiger ertragen darf. 
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Zudem wird ein hoher Kohlenhydratanteil im Futter von den meisten Katze nicht in Energie umgesetzt, wie Dr. Jean Hofve in ihrem Aufsatz beschreibt, sondern in Fett umgewandelt. 
Die meisten „Diät“-, „Light“-Futtersorten der Industrie, insbesondere Trockenfutter, liefern aber nicht weniger, sondern sogar noch mehr Kohlenhydrate als herkömmliche Trockenfuttersorten mit 30-70% Kohlenhydratanteil (welcher im krassen Gegensatz zum Kohlenhydratanteil des klassischen Beutetiers, der Maus, mit 3% steht).
Dadurch wirkt herkömmliches Trockenfutter zur Gewichtsreduktion doppelt kontraproduktiv, da einerseits kein natürliches Sättigungsgefühl entstehen kann und andererseits die Bildung von Fettzellen durch einen überhöhten Kohlenhydratanteil noch gefördert wird.
Im Gegenteil wurden nicht nur bei an Diabetes erkrankten Menschen, sondern auch bei diabetischen Katzen hervorragende Ergebnisse mit einer „low carb“ Diät erzielt, so dass in vielen Fällen auf eine Insulinbehandlung verzichtet werden konnte. (Quelle1, Quelle2)
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Diabetes, Bluthochdruck und Chronisches Nierenversagen sind – neben anderen Erkrankungen – ursächlich für die Entwicklung einer sekundären HCM. Im Gegensatz zu anderen Risikofaktoren können jedoch zumindest diese „Zivilisationskrankheiten“ unserer Hauskatzen durch eine artgerechte Ernährung auf ebenso einfache wie effektive Weise verhindert werden!

© 2012 Sabine Hilderhof, http://www.kattepukkel.de/

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Expertenmeinung zur Ernährung

Unsere Anfrage an die Ernährungsberatung der Tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München wurde wie folgt beantwortet:

    Sehr geehrte Frau Hilderhof,

    leider besteht die Problematik, dass Katzen bei Trockenfutterfütterung zu wenig Wasser aufnehmen. Daher ist eine Verfütterung von Nassfutter oder zumindest eine Kombination von Nass- und Trockenfutter wünschenswert. Falls Katzen aufgrund der Futterprägung ausschließlich Trockenfutter aufnehmen, kann die Wasseraufnahme durch verschiedene Maßnahmen erhöht werden

    • Verfütterung von (Katzen)milch
    • Mehrere Wassernäpfe in der Wohnung aufstellen
    • Zimmerspringbrunnen
    • Offenes Aquarium
    • Anreicherung des Trinkwassers mit Geschmackskomponenten (z.B. ein Stückchen zerdrückte Leberwurst)

    Mit freundlichen Grüßen

    PD Dr. Petra Kölle

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Bewährte Tipps zur Nahrungsumstellung

Die Mitglieder der IG Herzgesunde Katze e.V. haben aus eigener Erfahrung bewährte Tipps zur Ernährungsumstellung Ihrer Katzen von Trockenfutter-Ernährung bzw. kombinierter Trocken-Nassfutter-Ernährung auf reine Nassfutter-Rohfleisch-Ernährung, aber auch zur Umstellung von minderwertigem Nassfutter zu hochwertigem Nassfutter für Sie erarbeitet.

Bitte entnehmen Sie diese Informationen den folgenden Rubriken:

Umstellung von reiner Trockenfutter-Ernährung

Um von reiner Trockenfutter-Fütterung auf reine Nassfutter-Rohfleisch-Ernährung umzustellen, braucht es sehr, sehr viel Geduld und Zeit.

  1. Schritt eins einer Umgewöhnung von Trockenfutter ist, dass erst mal der Napf mit dem Trockenfutter nicht mehr den ganzen Tag da stehen darf.
    Statt dessen lesen Sie bitte nach, wie groß die Tagesration des Trockenfutters für Ihre Katze(n) ist. Wiegen Sie genau ab, wieviel die Katzen vom Trockenfutter am Tag fressen dürfen, packen Sie diese Ration in eine Tupperschüssel.
    Besorgen Sie einen eigenen Futternapf für jede einzelne Katze.
    Geben Sie nun für jede Fütterung eine entsprechende Portion in jeden Napf.
    Ausgehend von vier bis fünf Fütterungszeiten am Tag entsprechend ein Viertel bzw. ein Fünftel der abgewogenen Trockenfuttermenge, gleichmäßig verteilt auf die der Anzahl der Katzen entsprechenden Näpfe.
    Lassen Sie die Näpfe zunächst eine halbe Stunde stehen, räumen Sie die Näpfe dann nach immer kürzerer Zeit weg.
    Dadurch erreichen Sie, dass Ihre Katzen, die ja bislang daran gewöhnt waren, jederzeit einen Happen fressen zu können, gierig werden auf das Futter und es schnell fressen, weil sie Bange haben dass es wieder weggeräumt wird.
    Ziel ist, dass Sie die Näpfe nach 15-20 Minuten wieder wegräumen.
  2. Nach etwa 14 Tagen können Sie damit anfangen, Nassfutter (zunächst in Mini-Portionen) unterzumischen.
    Um das Nassfutter einzuschleichen, gehen Sie so vor:
    Kaufen Sie zunächst eher kleine Dosen (100g, 200g) von dem Futter, damit Sie nicht so viel wegwerfen müssen.
    Sie können zur Umstellung auch zunächst jegliches Supermarkt-/Werbefernsehen-/Discounter-Nassfutter verwenden.
    Sind Ihre Katzen erst einmal auf Nassfutter umgestellt, kann man ihnen höherwertiges Nassfutter ebenso wie auch die billigeren 400g/800g Dosen nahebringen.
    Füllen Sie das Nassfutter aus einer Dose in eine Tupperschüssel um.
    Dann entnehmen Sie von der gewohnten Futterration (für eine Fütterungszeit) pro Katze 1 Teelöffel des Trockenfutters.
    Statt dessen geben Sie pro Napf (pro Katze) 2 Teelöffel des Nassfutters dazu.
    Am besten "panieren" Sie die Nassfutterbröckchen mit den Trockenfutterkroketten, wahlweise können Sie dazu auch kleingemahlenes Trockenfutter verwenden.
    Das Nassfutter können Sie in der Tupperdose im Kühlschrank mehrere Tage aufbewahren ohne dass es schlecht wird.
    Nur einfach die jeweils benötigte Menge vor dem Zusammenmischen dann ganz kurz auf kleiner Stufe in die Mikro geben, damit es nicht kalt ist oder eine halbe Stunde vorher herausnehmen und in einer separaten Tupperschüssel. auf einer warmen Oberfläche (Kaffeemaschine, Aquarium, Fernseher, Computer...) warm werden lassen.
  3. Sie mischen so lange diese 2 Teelöffel Nassfutter pro Katze unter das Trockenfutter jeder Portion, bis die Katzen alles anstandslos leer fressen und kein Nassfütter mehr übrig bleibt.
    Am darauf folgenden Tag nehmen Sie von der Trockenfutterportion nicht einen, sondern 2 Teelöffel pro Katze weg und geben nicht 2, sondern 4 Teelöffel Nassfutter pro Katze dazu.
    Auch diese Mischung, ggf. paniert wie oben beschrieben, wieder so lange servieren, bis alles restlos gefressen wird.
    Im nächsten Schritt dann von der Trockenfutterportion nicht zwei, sondern 3 Teelöffel entnehmen und statt 4 nun 6 Teelöffel Nassfutter hinzu geben.
    Und so weiter.
  4. Diese Umstellung kann Wochen bis Monate dauern, wir haben wirklich schon Monate, nachdem wir diesen Tipp gegeben hatten, begeisterte Antwort-Mails bekommen:
    Hurra, jetzt sind wir auf 100% Nassfutter angelangt!!
  5. Alternativ bzw. ergänzend kann man die (stetig reduzierte) Menge des Trockenfutters auch mit Wasser befeuchten, um die Akzeptanz von feuchter Nahrung zu erhöhen.
  6. Und genau in der Art wie unter 2. und 3. beschrieben kann man auch von "Junkfood" Nassfutter (das sich für eine Umstellung einer vollständig mit Trockenfutter ernährten Katze auch vorübergehend einzusetzen anbietet) auf "gesundes" Nassfutter umstellen.
    Haben Sie Geduld, mischen Sie Löffel für Löffel behutsam steigernd neues Futter unter, haben Sie Geduld.
  7. Ganz wichtig für Sie zu wissen:
    Auch wenn die Katzen dünn sind, von der nach wie vor angebotenen, sukzessive reduzierten Trockenfuttermenge ist noch keine Katze verhungert.
    Im Gegenteil:
    Sobald die Umstellung auf reine Nassfutter/Rohfleisch-Fütterung gelungen ist und sobald die Tiere dann (problemlos) hochwertige Nassfuttersorten und Rohfleisch akzeptieren, werden Sie nach zwei bis drei Monaten feststellen, dass
    "Dickerchen" ganz problemlos abgespeckt haben und
    "Spargelchen" auf einmal proper sind und etwas auf den Rippen haben.
  8. Wichtig zu wissen auch:
    Man kann auch sehr gut ausschließlich Nassfutter füttern, wenn man voll berufstätig ist.
    Nehmen wir an, Sie stehen um 6.15 h auf und gehen um 7.30 h aus dem Haus - dann geben Sie einfach sofort nach dem Aufstehen, noch im Pyjama, die erste kleine Nassfutterportion.
    Und bevor Sie das Haus verlassen stellen Sie dann noch mal eine Nassfutterportion hin. (Wenn man Fliegengitter an den Fenstern hat, kann man Nassfutter bedenkenlos etwas länger stehen lassen, notfalls an heißen Sommertagen Kühlakkus unterlegen - wobei die Katzen dazu übergehen, die angebotenen Futtermengen zeitnah zu konsumieren)
    Nehmen wir an, Sie kommen um 17.30 h nach Hause, dann servieren Sie gleich nach dem Heimkommen wieder eine Portion. Die nächste gibt es dann noch mal um kurz vor acht Uhr vor der Tagesschau, ein weiteres mal um halb 10 wenn der Hauptfilm vorüber ist (wenn man sich es nach dem Fernsehprogramm einteilen möchte) und insbesondere im Sommer dann noch mal einen Mitternachtssnack, bevor Sie ins Bett gehen.
  9. Das ergibt 4 bis 5 kleine Mahlzeiten am Tag - deshalb braucht es gar keinen Trockenfutternapf, der ständig da steht und dazu verleitet, "schnäkig" zu werden.

Merken Sie sich bitte, Trockenfutter ist für Katzen wie für uns Chips und Schokolade - wenn Sie den ganzen Tag lang eine Schüssel mit Chips oder eine Packung Pralinen offen und verlockend vor sich stehen haben, verleitet es Sie dazu immer wieder zwischendurch zu essen und wundert es auch keinen, wenn dann niemand zu den Mahlzeiten Hunger geschweige denn Appetit hat.

© 2012 Sabine Hilderhof, http://www.kattepukkel.de/

Von kombinierter Trocken/Nass-Fütterung umstellen

Auch um von kombinierter Trocken/Nass-Fütterung auf reine Nassfutter/Rohfleisch-Fütterung umzustellen, braucht es sehr viel Geduld und Zeit.

  1. Schritt eins der Umgewöhnung ist, dass erst mal der Napf mit dem Trockenfutter nicht mehr den ganzen Tag da stehen darf.
    Statt dessen wiegen Sie bitte 20 g pro Katze vom Trockenfutter ab (diese Menge empfiehlt selbst die Futtermittelindustrie als maximale Tagesration von Trockenfutter) und packen Sie diese Ration in eine Tupperschüssel.
  2. Besorgen Sie einen eigenen Futternapf für jede einzelne Katze.
  3. Führen Sie vier bis fünf Fütterungszeiten am Tag ein, davon 2 Fütterungszeiten mit Trockenfutter und 2-3 Fütterungszeiten mit Nassfutter.
    Geben Sie nun für jede Fütterung eine entsprechend angepasste Portion in jeden Napf.
    Verteilen Sie hierzu für die Trocken-Mahlzeiten die Hälfte der abgewogenen Trockenfuttermenge gleichmäßig auf die der Anzahl der Katzen entsprechenden Näpfe.
    Lassen Sie die Näpfe zunächst eine halbe Stunde stehen, räumen Sie die Näpfe dann nach immer kürzerer Zeit weg.
    Dadurch erreichen Sie, dass Ihre Katzen, die ja bislang daran gewöhnt waren, jederzeit einen Happen fressen zu können, gierig werden auf das Futter und es schnell fressen, weil sie Bange haben dass es wieder weggeräumt wird.
    Ziel ist, dass Sie die Näpfe nach 15-20 Minuten wieder wegräumen.
  4. Nach etwa 14 Tagen können Sie eine der Trockenfuttermahlzeiten durch eine weitere Nassfutter-Mahlzeit ersetzen.
    Denken Sie daran, nur nur noch 10 g Trockenfutter pro Katze für die tägliche Vorratsration abzuwiegen.
    Ggf. können Sie die Attraktivität der Nassfuttermahlzeiten durch "Trockenfutter-Krönchen" oder das Bestreuen mit gemahlenem Trockenfutter erhöhen.
  5. Nach weiteren 14 Tagen können Sie auch die letzte reine Trockenfuttermahlzeit durch eine weitere Nassfuttermahlzeit ersetzen.
    Ggf. können Sie die Attraktivität der Nassfuttermahlzeiten durch "Krönchen" oder Mehl beibehalten.
    Hierzu reicht normalerweise ca. die Menge eines Teelöffels pro Katze/Tag.
  6. Für besondere Gelegenheiten kann Trockenfutter als Leckerchen beibehalten werden, allerdings ist anzustreben, dies auf Dauer durch gesunde Leckerchen wie z.B. Trockenfleisch zu ersetzen.
    Gerade bei extremen Trockenfutter "Junkies" ist der verlockende Geruch des Trockenfutter für die sensiblen Samtnasen durch verschlossene Türen, Schränke, Dosen und Tüten wahrnehmbar und führt zu Unausgeglichenheit
  7. Ganz wichtig für Sie zu wissen:
    Auch wenn die Katzen dünn sind, von der nach wie vor angebotenen, sukzessive reduzierten Trockenfuttermenge ist noch keine Katze verhungert.
    Im Gegenteil:
    Sobald die Umstellung auf reine Nassfutter/Rohfleisch-Fütterung gelungen ist und sobald die Tiere dann (problemlos) hochwertige Nassfuttersorten und Rohfleisch akzeptieren, werden Sie nach zwei bis drei Monaten feststellen, dass
    "Dickerchen" ganz problemlos abgespeckt haben und
    "Spargelchen" auf einmal proper sind und etwas auf den Rippen haben.
  8. Wichtig zu wissen auch:
    Man kann auch sehr gut ausschließlich Nassfutter füttern, wenn man voll berufstätig ist.
    Nehmen wir an, Sie stehen um 6.15 h auf und gehen um 7.30 h aus dem Haus - dann geben Sie einfach sofort nach dem Aufstehen, noch im Pyjama, die erste kleine Nassfutterportion.
    Und bevor Sie das Haus verlassen stellen Sie dann noch mal eine Nassfutterportion hin. (Wenn man Fliegengitter an den Fenstern hat, kann man Nassfutter bedenkenlos etwas länger stehen lassen, notfalls an heißen Sommertagen Kühlakkus unterlegen - wobei die Katzen dazu übergehen, die angebotenen Futtermengen zeitnah zu konsumieren)
    Nehmen wir an, Sie kommen um 17.30 h nach Hause, dann servieren Sie gleich nach dem Heimkommen wieder eine Portion. Die nächste gibt es dann noch mal um kurz vor acht Uhr vor der Tagesschau, ein weiteres mal um halb 10 wenn der Hauptfilm vorüber ist (wenn man sich es nach dem Fernsehprogramm einteilen möchte) und insbesondere im Sommer dann noch mal einen Mitternachtssnack, bevor Sie ins Bett gehen.
  9. Das ergibt 4 bis 5 kleine Mahlzeiten am Tag - deshalb braucht es gar keinen Trockenfutternapf, der ständig da steht und dazu verleitet, "schnäkig" zu werden.

Merken Sie sich bitte, Trockenfutter ist für Katzen wie für uns Chips und Schokolade - wenn Sie den ganzen Tag lang eine Schüssel mit Chips oder eine Packung Pralinen offen und verlockend vor sich stehen haben, verleitet es Sie dazu immer wieder zwischendurch zu essen und wundert es auch keinen, wenn dann niemand zu den Mahlzeiten Hunger geschweige denn Appetit hat.

© 2012 Sabine Hilderhof, http://www.kattepukkel.de/

Umstellung auf hochwertiges Nassfutter

Auch wenn jedes Nassfutter, einzig auf Grund es wesentlich (i.d.R. um den Faktor 10) erhöhten Feuchtigkeitsgehalts essentielle Vorteile gegenüber reiner Trockenfutter-Ernährung oder kombinierter Trocken-Nassfutter-Ernährung bietet, ist es von Vorteil für die Gesundheit der Katzen, bei der Auswahl des Nassfutters auf Zuckerfreiheit, artgerechten Kohlenhydratanteil (ca. 5 % der Trockenmasse) und der Zusammensetzung aus hochwertigem (taurinreichem) Muskelfleisch, ausgewählten Innereien und der Herkunft der Rohstoffe aus für den menschlichen Verzehr zugelassenen Grundstoffen zu achten.

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Gegenüber der Umstellung von Trockenfutter auf Nassfutter ist die Umstellung von minderwertigerem Nassfutter auf höherwertiges relativ einfach zu bewerkstelligen, weshalb die Mitglieder der IG auch in den Rubriken zur Umstellung von Trockenfutter raten, ggf. zunächst auf minderwertigeres Nassfutter umzustellen, da dies bei durch Trockenfutter mäkelig gewordenen Katzen erheblich besser akzeptiert wird.
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Beachten Sie aber bitte dringend, dass eine Umstellung von minderwertigem auf hochwertiges Nassfutter nicht ad hoc geschehen darf, da hierdurch der Verdauungstrakt der Katze erheblich strapaziert werden kann.

Beschränken Sie sich zunächst auf eine Sorte hochwertiges Nassfutter und bereiten Sie sich aus diesem und Ihrem gewohnten Nassfutter eine Reihe von Tupperdosen mit Mischungen in veränderlichem Mengenanteil zu.

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Ausgehend von der gewohnten Menge an Nassfutter für eine Tagesration, mischen Sie für den ersten Tag in einer Tupperschüssel 9 Teile des gewohnten Futters mit 1 Teil des neuen Futters.

Für den zweiten Tag mischen Sie entsprechend 8 Teile des gewohnten Futters mit 2 Teilen des neuen Futters.

Am dritten Tag mischen Sie nur noch 7 Teile des gewohnten mit 3 Teilen des neuen Futters.

Und so weiter, bis Sie am letzten Tag der Umstellung 1 Teil des gewohnten Futters mit 9 Teilen des neuen Futters mischen.

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Bei besonders heiklen Katzen kann es notwendig sein, die Etappen der Umstellung von einzelnen Tagen auf zwei bis vier Tage auszudehnen - entscheiden Sie bitte selbst in Abhängigkeit von der Akzeptanz Ihrer Katze(n) die Sie am besten kennen, welcher Rhythmus am besten geeignet ist.
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Reste der Futterdosen, die bei der Mischung anfallen, können in einer gut verschlossenen Tupperdose bis zu drei Tage im Kühlschrank zur weiteren Verwendung aufbewahrt werden.

© 2012 Sabine Hilderhof, http://www.kattepukkel.de/

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letzte Aktualisierung am 30. Januar 2013

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